US-Regierung: Zusatzzölle gegen China erneut aufgeschoben
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 06:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas sagte Bessent am Mittwoch (Ortszeit) dem Sender Fox News zu Beginn eines dreitÀgigen Staatsbesuchs des chinesischen PrÀsidenten Xi Jinping in Washington.
"Wir haben heute vereinbart, das sogenannte Busan-Abkommen zu verlĂ€ngern", sagte Bessent. Im sĂŒdkoreanischen Busan hatten PrĂ€sident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vergangenen Oktober ein Aussetzen hoher zusĂ€tzlicher Zölle vereinbart. Zuvor war der Handelskonflikt beider Staaten im April 2025 eskaliert, als die Regierungen sich gegenseitig mit Zusatzzöllen von ĂŒber 100 Prozent ĂŒberzogen.
Statt zum 10. November soll der Aufschub nun bis zum 10. Januar gelten, teilte Bessent mit. "Das verschafft uns mehr Zeit, um zu prĂŒfen, was wir auf wirtschaftlicher Ebene tun können." Der Einigung waren Bessent zufolge mehrere Treffen mit Chinas Vizepremier He Lifeng vorausgegangen.
Die chinesische Seite Ă€uĂerte sich nicht unmittelbar zu dem von Bessent angekĂŒndigten Aufschub.
Belastet ist das VerhĂ€ltnis der beiden wirtschaftlichen Riesen auĂerdem durch Exportkontrollen. Das Busan-Treffen verhinderte zwar die EinfĂŒhrung zusĂ€tzlicher Exportkontrollen Chinas auf weitere seltene Erden und technologisches Wissen dafĂŒr. Peking erlaubt die Ausfuhr wichtiger Rohstoffe wie seltener Erden aber weiterhin nur nach langwierigen Genehmigungsverfahren. Die USA halten ihrerseits wichtige Technologie zurĂŒck, etwa die modernsten Computerchips zur Entwicklung von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI).
Der Aufschub kommt genau zu Beginn von Xis dreitĂ€gigem Staatsbesuch in Washington. Themen dĂŒrften neben dem Handelsstreit beider LĂ€nder auch die Sicherheit im Umgang mit KĂŒnstlicher Intelligenz sein. Zudem dĂŒrften Trump und Xi auch ĂŒber globale Konflikte wie den Iran-Krieg und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.
