USA: Michigan-Konsumklima trĂŒbt sich ein - Infaltion belastet Stimmung
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 16:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas von der UniversitĂ€t Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten ersten SchĂ€tzung um 1,8 Punkte auf 46,3 Punkte. Volkswirte hatten mit einem RĂŒckgang auf 47,6 Punkte gerechnet.
Die Verbraucher bewerteten die aktuelle Lage deutlich schlechter als noch im Vormonat. Die Erwartungen hellten sich hingegen etwas auf.
"Insgesamt ist die Stimmung bei Verbrauchern mit geringerem Einkommen und solchen mit kleineren Aktienportfolios in diesem Monat stark gesunken - also bei Gruppen, die ĂŒber weniger Ressourcen verfĂŒgen, um Preissteigerungen abzufedern", so Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Die Frustration ĂŒber die Lebenshaltungskosten nimmt weiter zu, da Verbraucher aller politischen Lager davon ausgehen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung seit Jahresbeginn abgeschwĂ€cht hat."
Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher legten auf hohem Niveau etwas zu. Auf Sicht von einem Jahr stieg die Erwartung fĂŒr die Jahresrate von 4,6 Prozent auf 4,7 Prozent. Vor dem Iran-Krieg im Februar lag der Wert noch bei 3,4 Prozent.
Die lÀngerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) stiegen von 3,4 Prozent auf 3,5 Prozent. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an.
Der Indikator der UniversitÀt Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
