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USA verkĂŒnden zu Xis Staatsbesuch verlĂ€ngerte Zollpause

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 07:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

WASHINGTON - Zu Beginn des Staatsbesuchs von Chinas PrÀsident Xi Jinping in den USA hat die US-Regierung eine Zollpause verlÀngert.

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Zu Beginn des Staatsbesuchs von Chinas PrĂ€sident Xi Jinping in den USA hat die US-Regierung eine Zollpause verlĂ€ngert. Die bis November ausgesetzten zusĂ€tzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. WĂ€re die Einigung ausgelaufen, hĂ€tte China auch seine Exportkontrollen auf seltene Erden ausgeweitet. Von chinesischer Seite lag zunĂ€chst keine BestĂ€tigung fĂŒr die VerlĂ€ngerung vor.

"Wir haben heute vereinbart, das sogenannte Busan-Abkommen zu verlĂ€ngern", sagte Bessent dem Sender Fox News. Im sĂŒdkoreanischen Busan hatten PrĂ€sident Donald Trump und Xi vergangenen Oktober unter anderem ein Aussetzen hoher zusĂ€tzlicher Zölle vereinbart. Der Handelskonflikt beider Staaten war im April vergangenen Jahres eskaliert, als die Regierungen sich gegenseitig mit Zusatzzöllen von ĂŒber 100 Prozent ĂŒberzogen.

Wie Bessent mitteilte, soll der Aufschub der Zölle statt bis zum 10. November nun bis zum 10. Januar gelten. "Das verschafft uns mehr Zeit, um zu prĂŒfen, was wir auf wirtschaftlicher Ebene tun können." Der Einigung waren Bessent zufolge mehrere Treffen mit Chinas Vizepremier He Lifeng vorausgegangen.

Nach Trumps AmtsĂŒbernahme hatte sich der Zollstreit der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften im FrĂŒhjahr 2025 deutlich verschĂ€rft. Die USA erhöhten ihre Einfuhrzölle auf chinesische Waren schrittweise auf bis zu 145 Prozent. China reagierte mit Gegenzöllen von bis zu 125 Prozent und verhĂ€ngte Exportkontrollen auf strategisch wichtige Rohstoffe. Im Mai einigten sich beide Seiten in Genf auf eine zunĂ€chst 90-tĂ€gige Aussetzung und verlĂ€ngerten die Pause bei weiteren Treffen.

Staatsbankett mit Musk, Bezos und Co

Nahezu zeitgleich zu Bessents AnkĂŒndigung wurde Xi auf einem MilitĂ€rflughafen nahe der Hauptstadt Washington von Trump begrĂŒĂŸt. Auch die Ehefrauen der Staatschefs, Melania Trump und Peng Liyuan, nahmen an der kurzen Zeremonie teil. Nach einem kurzen Gang ĂŒber den roten Teppich spielte eine MilitĂ€rkapelle die Nationalhymnen beider LĂ€nder. WĂ€hrend der US-Hymne flogen Bomber vom Typ B1 ĂŒber die GĂ€ste der Zeremonie - der LĂ€rm war so ohrenbetĂ€ubend, dass es Trump das Gesicht verzog.

Bei dem dreitĂ€gigen Staatsbesuch stehen heute unter anderem ein Empfang im Weißen Haus, bilaterale Treffen sowie am Abend ein Staatsbankett auf dem Programm. Dazu werden auch fĂŒhrende Köpfe aus der Tech-Branche erwartet, darunter Tesla US88160R1014-Chef Elon Musk, Amazon US0231351067-GrĂŒnder Jeff Bezos, Google US02079K1079- und Alphabet US02079K3059-Chef Sundar Pichai sowie Apple US0378331005-Chef Tim Cook.

Xi: "entscheidendes Jahr" fĂŒr Beziehung zu den USA

Laut einer von Chinas amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten schriftlichen Ansprache teilte Xi mit, die USA und China sollten Partner und keine Rivalen sein. Es sei ein "entscheidendes Jahr" fĂŒr die Beziehungen beider LĂ€nder. Die USA und China sollten stabile Beziehungen mit Kooperation, moderatem Wettbewerb, ĂŒberwindbaren Differenzen und der Aussicht auf Frieden fördern, erklĂ€rte Xi demnach.

Bei den Auseinandersetzungen der beiden GroßmĂ€chte geht es nicht nur um Zölle. Peking kritisiert US-Exportkontrollen auf Halbleiter und Chips fĂŒr die Entwicklung von KĂŒnstlicher Intelligenz. Washington wirft China dagegen vor, bestimmte Rohstoffe gezielt zurĂŒckzuhalten. FĂŒr die Ausfuhr seltener Erden benötigen auslĂ€ndische Unternehmen derzeit Genehmigungen, die das chinesische Handelsministerium erteilt.

Das Genehmigungsverfahren gilt nach Angaben von Handelskammern allerdings als undurchsichtig und aufwendig, weil die Behörde viele detaillierte Angaben zur Verwendung der Rohstoffe verlangt. Mitunter werden Lizenzen ohne Angabe von GrĂŒnden nicht erteilt. Die USA kritisierten bereits im Vorfeld, dass China seine Zusage, wieder zuverlĂ€ssig seltene Erden zu liefern, nicht einhalte. Offiziell argumentiert China, mit den Exportkontrollen die Nutzung seltener Erden fĂŒr militĂ€rische Zwecke unterbinden zu wollen.

Politische Streitpunkte: Kriege und Taiwan

FĂŒr Chinas Staats- und Parteichef ist es die erste USA-Reise seit 2023, als er damals zum Wirtschaftsgipfel Apec nach Kalifornien gereist war und Trumps VorgĂ€nger Joe Biden getroffen hatte. Trump hatte Xi wĂ€hrend seines Besuchs in Peking Mitte Mai ins Weiße Haus eingeladen.

Themen der politischen GesprĂ€che zwischen Trump und Xi dĂŒrften auch die Sicherheit im Umgang mit KĂŒnstlicher Intelligenz sein sowie globale Konflikte, darunter der Iran-Krieg und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zudem könnte auch der Umgang mit Taiwan eine Rolle spielen: Die USA verkaufen dem seit Jahrzehnten unabhĂ€ngig und demokratisch regierten Inselstaat Waffen, wĂ€hrend Peking Taiwan fĂŒr sich beansprucht und auch einen MilitĂ€reinsatz zur Einnahme der Insel nicht ausschließt.

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