Porsche, E-Auto-BatteriegeschÀft

Porsche will E-Auto-BatteriegeschĂ€ft von Varta ĂŒbernehmen

05.07.2024 - 09:29:51

Varta steckt schon lÀnger in der Krise. Nun will der angeschlagene Konzern sein GeschÀft mit E-Auto-Batterien verkaufen. Einen potenziellen KÀufer gibt es bereits.

  • Der Sportwagenhersteller Porsche will dem angeschlagenen Batteriekonzern Varta sein GeschĂ€ft fĂŒr E-Auto-Batterien abkaufen. - Foto: Jan Woitas/dpa

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  • Beim Batteriekonzern Varta kriselt es bereits seit einiger Zeit. - Foto: Sina Schuldt/dpa

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Der Sportwagenhersteller Porsche will dem angeschlagenen Batteriekonzern Varta sein GeschĂ€ft fĂŒr E-Auto-Batterien abkaufen. - Foto: Jan Woitas/dpaBeim Batteriekonzern Varta kriselt es bereits seit einiger Zeit. - Foto: Sina Schuldt/dpa

Der Sportwagenhersteller Porsche will dem angeschlagenen Batteriekonzern Varta sein GeschĂ€ft fĂŒr Elektroautobatterien abkaufen. Man befinde sich mit Porsche in Verhandlungen ĂŒber ein mögliches Mehrheitsinvestment in die Varta-Tochter V4Drive, wie Varta in der Nacht in Ellwangen mitteilte.

Die Firmen hĂ€tten dazu bereits eine unverbindliche AbsichtserklĂ€rung geschlossen. ZunĂ€chst soll die Varta-Tochter ausgelagert werden. Die Volkswagen-Konzerntochter Porsche wĂŒrde sich in einem zweiten Schritt ĂŒber eine Kapitalerhöhung beteiligen. Finanzielle Details nannte Varta nicht. Ob der Deal zustande kommt, hĂ€ngt demnach noch von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem einer eingehenden PrĂŒfung der BĂŒcher durch Porsche.

Varta bereits lÀnger in der Krise

Der Batteriekonzern steckt schon lĂ€nger in der Krise, weil die GeschĂ€fte nicht mehr rund laufen. Die Nachfrage nach kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen, zum Beispiel fĂŒr Kopfhörer, schwankt stark. Außerdem klagte Varta zuletzt ĂŒber Billig-Konkurrenz aus China sowie anhaltende Probleme in den Lieferketten. Zu allem Überfluss hatten Hacker im Februar Vartas Computersysteme attackiert und die Produktion fĂŒr mehrere Wochen lahmgelegt. 

Erst im Juni hatte Varta seine Umsatzziele kassiert. Zuvor hatte der Konzern auch eingestehen mĂŒssen, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht mehr ausreicht, um wie geplant bis Ende 2026 auf einen profitablen Wachstumskurs zurĂŒckzukehren.

Die Elektroautobatterie namens V4Drive sollte dem Konzern neue GeschĂ€ftschancen in der ElektromobilitĂ€t eröffnen. Lange war spekuliert worden, dass Porsche ein erster Kunde fĂŒr die Batteriezellen von Varta sein dĂŒrfte.

Porsche plant eigene Batterieproduktion

Die Zuffenhausener wollen ohnehin eine eigene Batteriezellproduktion mit Partnern auf die Beine stellen. FrĂŒheren Angaben zufolge plant der Sport- und GelĂ€ndewagenbauer in den kommenden Jahren den Aufbau einer Produktion im Umfang von 10 bis 20 Gigawattstunden ZellkapazitĂ€t jĂ€hrlich. Das wĂŒrde rechnerisch fĂŒr 200.000 Autos mit einer BatteriekapazitĂ€t von 100 Kilowattstunden reichen. Porsche verkaufte 2023 rund 320.000 Autos, der Großteil besteht aber noch aus Verbrennern.

FĂŒr 20 Gigawattstunden seien Investitionen von zwei bis drei Milliarden Euro nötig, hieß es. DafĂŒr will sich Porsche Partner suchen. Wo eine solche Zellproduktion entstehen wĂŒrde, ist bislang nicht klar. Porsche will darĂŒber hinaus auch mit der Batteriefirma PowerCo der Konzernmutter Volkswagen zusammenarbeiten.

@ dpa.de