Immobilien, Wirtschaftskrise

Immobilienverband legt eigenen Gesetzesentwurf fĂŒr Bauregeln vor

12.12.2025 - 18:06:43

VerbĂ€nde der Immobilienwirtschaft drĂ€ngen bei der Reduzierung der Baukosten zur Eile und legen einen eigenen Gesetzentwurf fĂŒr einfachere Bauregeln vor.

Das berichtet die "Welt" (Samstagausgabe). Vorgeschlagen wird ein "kostenoptimierter Basiswohnstandard" mit einem "wirtschaftlichen, funktionalen Mindeststandard fĂŒr gesunden, sicheren und gebrauchstauglichen Wohnraum, der Baukosten nachhaltig senkt" - so heißt es in einem Entwurf des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Der Basiswohnstandard solle unter anderem Mindestanforderungen fĂŒr Heizung oder DĂ€mmung definieren, fĂŒr die Versorgung mit Trinkwasser und ElektrizitĂ€t, SanitĂ€rausstattung und Schallschutz. Der rechtliche Rahmen wĂŒrde im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (BGB) stehen, weitere technische Details in einer Verordnung. "Uns geht es darum, nicht die Ausnahme von zu hohen Standards zu regeln, sondern einen neuen, abgesenkten und bezahlbaren Standard als gesetzlichen Leitmaßstab zu definieren", sagte GdW-PrĂ€sident Axel Gedaschko der Zeitung.

In dem Verband sind rund 3.000 Wohnungsunternehmen mit etwa sechs Millionen Wohnungen organisiert. Der GdW stimmt den Gesetzesvorschlag aktuell mit weiteren VerbĂ€nden der Immobilienwirtschaft ab und will den Text in den nĂ€chsten Tagen dem Bau- und dem Justizministerium in Berlin sowie den Regierungsparteien prĂ€sentieren. Der Entwurf unterscheidet sich von der Idee eines sogenannten GebĂ€udetyps E, fĂŒr den Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) Ende November Eckpunkte vorgestellt hatten. Der GebĂ€udetyp E soll auf zivilrechtlicher Basis regeln, dass Abweichungen von anerkannten Regeln der Technik keinen Mangel darstellen. Das wĂŒrde Klagen von Mietern oder KĂ€ufern gegen niedrigere Ausstattungsstandards erschweren. Ein Gesetz soll allerdings erst Ende 2026 vorliegen. Dem GdW und anderen VerbĂ€nden der Immobilienwirtschaft ist das zu spĂ€t und zu unsicher. "Die jetzigen VorschlĂ€ge der Ministerin sind kompliziert, langwierig und letztlich streitanfĂ€llig", sagte Gedaschko.

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