Nordsee-WindkraftflÀchen, KÀufer

Nordsee-WindkraftflÀchen finden keinen KÀufer

06.08.2025 - 16:18:17

VerbÀnden zufolge handelt es sich um ein Novum. Wirtschaftsministerin Reiche reagiert.

Zwei WindkraftflĂ€chen in der Nordsee sind bei der jĂŒngsten Auktion der Bundesnetzagentur nicht versteigert worden. Nach Angaben von VerbĂ€nden ist damit erstmals eine Versteigerung von WindflĂ€chen auf See in Deutschland fehlgeschlagen. 

Es seien bis Anfang August keine Gebote abgegeben worden, teilte die Bundesnetzagentur in Bonn mit. Die FlÀchen sollen im Juni 2026 abermals ausgeschrieben werden. Das ist gesetzlich geregelt. Weitere Details gehen aus der Bekanntgabe nicht hervor. 

Was die Ministerin sagt

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kĂŒndigte an, prĂŒfen zu lassen, ob die FlĂ€chen ĂŒberhaupt geeignet waren, ausgewiesen zu werden. «Das wollen wir uns kritisch anschauen.» Zudem mĂŒssten Ausschreibungsbedingungen gegebenenfalls angepasst werden.

Nicht versteigert wurden die FlĂ€chen N-10.1 und N-10.2. Sie liegen nebeneinander recht zentral in Deutschlands ausschließlicher Wirtschaftszone. 

VerbÀnde: Auktion ist erstmals gescheitert

«Dass sich bei dieser Auktion kein einziges Unternehmen beteiligt hat, ist ein Scheitern mit Ansage», sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Thimm des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO). Die Branche warne seit Jahren, Unternehmen zu viele Risiken aufzubĂŒrden.

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sprach davon, dass erstmals ein Gebot ausgeblieben sei. Die Vorsitzende der BDEW-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrung, Kerstin Andreae, sagte, Entwickler von Windparks seien mit zunehmenden Risiken konfrontiert. Es gebe gestiegene Kosten, der Strommarkt sei schwer prognostizierbar und die geplante hohe Bebauungsdichte im Meer reduziere die mögliche Stromerzeugung.

@ dpa.de