EU-LĂ€nder, Schutz

EU-LĂ€nder wollen mehr Schutz und Transparenz fĂŒr Kleinanleger

12.06.2024 - 16:19:12

Verbraucher, die an den EU-KapitalmĂ€rkten investieren, sollen nach dem Willen der Mitgliedsstaaten kĂŒnftig besser geschĂŒtzt werden.

Demnach sollen solche Kleinanleger etwa leichter Zugang zu wichtigen und leicht verstĂ€ndlichen Informationen fĂŒr Geldanlage-Produkte bekommen, wie die LĂ€nder am Mittwoch mitteilten. Generell solle die sogenannte Kleinanlegerstrategie fĂŒr mehr Transparenz und Offenlegung sorgen.

Grundlage fĂŒr die VerstĂ€ndigung der LĂ€nder ist ein Gesetzesvorschlag der EU-Kommission aus dem vergangenen Jahr. Es solle sichergestellt werden, dass Kleinanleger fair behandelt wĂŒrden und angemessen geschĂŒtzt seien, hieß es damals. Die BrĂŒsseler Behörde hatte auch ein Provisionsverbot bei bestimmten KĂ€ufen ohne Beratung vorgeschlagen. Da sowohl die EU-LĂ€nder als auch zuvor bereits das Europaparlament dieses in ihren jeweiligen Verhandlungspositionen ausschließen, dĂŒrfte es vom Tisch sein.

Bei VerkĂ€ufen auf Provisionsbasis erhalten etwa Versicherungsvertreter prozentual Geld von den Versicherungen und Banken fĂŒr die Vermittlung von Finanzprodukten. Je teurer das Produkt, desto mehr Provision bekommt in der Regel der Vertreter. VerbraucherschĂŒtzer sehen dadurch die Gefahr von Interessenkonflikten. Nach Willen der EU-LĂ€nder sollen diese durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen verhindert werden, beispielsweise durch einen einheitlichen Test, mit dem sichergestellt werden soll, dass Berater im besten Interesse des Kunden handeln.

Die EU-LĂ€nder mĂŒssen noch mit dem neu gewĂ€hlten Parlament verhandeln, damit die neuen Regeln in Kraft treten können. Die EU möchte, dass mehr Kleinanleger an den hiesigen FinanzmĂ€rkten investieren, damit mehr Kapital fĂŒr den grĂŒnen und digitalen Wandel zur VerfĂŒgung steht. DafĂŒr wird seit Jahren in BrĂŒssel auch an der sogenannten Kapitalmarktunion gearbeitet. Nach Jahren ohne große Fortschritte beim Zusammenwachsen der europĂ€ischen KapitalmĂ€rkte hatten sich zuletzt die Staats- und Regierungschefs der EU gemeinsam dafĂŒr ausgesprochen, das Projekt stĂ€rker voranzutreiben.

@ dpa.de