Berlin, Brandenburg

BER-Warnstreik: FluggĂ€ste mĂŒssen mit EinschrĂ€nkungen rechnen

16.03.2026 - 14:39:05 | dpa.de

Verdi hat erstmals im laufenden Tarifstreit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg zu Warnstreiks aufgerufen. Was das fĂŒr Passagiere bedeutet, ist noch offen.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik bei der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg aufgerufen. - Foto: Christophe Gateau/dpa
Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik bei der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg aufgerufen. - Foto: Christophe Gateau/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat fĂŒr Mittwoch zu einem ganztĂ€gigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER aufgerufen. Der Arbeitskampf sei eine «direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfĂ€higes Angebot vorzulegen», teilte Verdi mit. 

Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) ĂŒber mehr Geld fĂŒr rund 2.000 BeschĂ€ftigte. Welche Auswirkungen der Ausstand auf den Flugbetrieb haben wird, ist noch offen. Im operativen Bereich wie der Sicherheitskontrolle oder der GepĂ€ckabfertigung sind vor allem Dienstleister der FBB tĂ€tig. Diese werden nicht bestreikt. Gleichwohl mĂŒssen sich FluggĂ€ste auf erhebliche EinschrĂ€nkungen einstellen. 

Die Gewerkschaft fordert von der FBB unter anderem 6 Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusĂ€tzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusĂ€tzlichen freien Tag fĂŒr Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. 

In der zweiten Runde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorbereitet, das nach Darstellung der Gewerkschaft Entgelterhöhungen von jĂ€hrlich rund 1 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht. «Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch», teilte VerhandlungsfĂŒhrer Holger RĂ¶ĂŸler mit. 

Es ist der erste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. In den vorigen Wochen kam es bereits infolge von ArbeitskĂ€mpfen bei der Lufthansa zu AusfĂ€llen. Betroffen davon waren InlandsflĂŒge von und nach Frankfurt und MĂŒnchen.

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