Verkehrsbranche, Offene

Verkehrsbranche: Offene Fragen beim Deutschlandticket

Veröffentlicht am: 07.11.2023 um 13:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bundeskanzler Scholz und Vertreter der LĂ€nder haben nach wochenlangem Streit und Warnungen vor einem Aus fĂŒr das Deutschlandtickets Schritte zu seiner weiteren Finanzierung vereinbart. Ist damit alles gut?
Beim Deutschlandticket sind noch einige Punkte offen. - Bild: Henning Kaiser/dpa

Nach dem Beschluss der MinisterprĂ€sidentenkonferenz (MPK) zum Deutschlandticket sind aus Sicht der Verkehrsbranche noch nicht alle Unsicherheiten rund um das Abo fĂŒr den öffentlichen Personennahverkehr beseitigt.

«Die nun fĂŒr 2024 zusĂ€tzlich zur VerfĂŒgung stehenden Mittel sind ein gutes Signal und ein wichtiger Schritt fĂŒr den kurzfristigen Fortbestand des Deutschland-Tickets», teilte der PrĂ€sident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, am Dienstag mit. «Allerdings ist die Finanzierungsfrage damit nicht abschließend und vollstĂ€ndig beantwortet.»

Die nun bereitgestellten Mittel wĂŒrden voraussichtlich nicht fĂŒr das gesamte kommende Jahr ausreichen. «Mit diesem Beschluss geht die Debatte um die Zukunft des Tickets also in die VerlĂ€ngerung», teilte Wortmann weiter mit.

Ähnlich Ă€ußerte sich auch der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Interessenverbands Allianz pro Schiene, Dirk Flege. «Gut, dass es mit dem Deutschlandticket weitergeht», teilte er am Diensag mit. «Schlecht, dass zentrale Fragen offen bleiben.» Bund und LĂ€nder mĂŒssten sich «gleich zu Jahresbeginn auf ein Gesamtpaket verstĂ€ndigen, das neben einer langfristigen Finanzierung auch die EinfĂŒhrung eines bundesweiten Sozialtickets sowie die dringend nötige Angebotsausweitung des ÖPNV enthĂ€lt».

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vertreter der LĂ€nder hatten in der Nacht zu Dienstag nach wochenlangem Streit und Warnungen vor einem Aus fĂŒr das Deutschlandtickets Schritte zu seiner weiteren Finanzierung vereinbart. So sollen in diesem Jahr nicht verbrauchte ZuschĂŒsse im kommenden Jahr genutzt werden dĂŒrfen, um bei den Verkehrsunternehmen finanzielle Nachteile auszugleichen, die durch das gĂŒnstigere Ticket entstanden sind. In den Blick rĂŒckt auch der Preis von 49 Euro, der ausdrĂŒcklich als «EinfĂŒhrungspreis» gilt.

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