Ukraine-GesprÀche in Paris angelaufen
17.04.2025 - 14:35:03Der Sondergesandte von US-PrĂ€sident Donald Trump, Steve Witkoff, tauschte sich unter anderem mit dem diplomatischen Berater im ĂlysĂ©e-Palast, Emmanuel Bonne, aus. Auch der auĂen- und sicherheitspolitische Berater der geschĂ€ftsfĂŒhrenden Bundesregierung, Jens Plötner, nahm an der GesprĂ€chsrunde teil.
Wie es aus dem ĂlysĂ©e-Palast hieĂ, wollte Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron sich spĂ€ter mit Witkoff, dem US-AuĂenminister Marco Rubio und dessen französischem Kollegen Jean-NoĂ«l Barrot zu einem Arbeitsmittagessen zusammensetzen. Eine Pressekonferenz oder Wortmeldungen waren zunĂ€chst aber nicht angekĂŒndigt. Neben dem Ukraine-Krieg sollte es bei dem Treffen auch um die Lage in Nahost und Zölle gehen. Noch vor Beginn des Arbeitsessens telefonierte Macron mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj.
Auch UnterhĂ€ndler der Ukraine waren fĂŒr die GesprĂ€che nach Paris gereist. Der Chef der Kiewer PrĂ€sidialverwaltung, Andrij Jermak, soll nach französischen Angaben am Nachmittag an einem Treffen mit den AuĂenministern Barrot und Rubio teilnehmen. Auch Witkoff sowie Berater der britischen und der deutschen Regierung sollen demnach dabei sein. Bei einem Treffen mit den europĂ€ischen Vertretern am Morgen ging es nach ukrainischen Angaben unter anderem um Wege zu einer umfassenden Feuerpause und zu Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine.
Damit prallen in Paris zwei sehr unterschiedliche AnsĂ€tze aufeinander, wie der seit mehr als drei Jahren andauernde Krieg beigelegt werden könnte. Trump will ein rasches Ende des Krieges und eine WiederannĂ€herung zwischen den USA und Russland. Trump und Witkoff haben nach Kontakten mit Putin betont, dass dieser ihrem Eindruck nach Frieden wolle. Sie sind eher geneigt, die Ukraine unter Druck zu setzen. Frankreich verfolgt dagegen wie GroĂbritannien und andere europĂ€ische LĂ€nder den Ansatz, die Ukraine vor Verhandlungen möglichst stark zu machen und sie militĂ€risch zu unterstĂŒtzen.

