Sind WeihnachtsplÀtzchen teurer als 2023?
23.11.2024 - 04:00:38Das Backen von WeihnachtsplĂ€tzchen gehört fĂŒr viele Menschen zu den schönsten Dingen der Adventszeit. Die Preise von Lebensmitteln sind auch in diesem Jahr vielfach stark gestiegen. Werden selbstgemachte PlĂ€tzchen deshalb teurer? Die Antwort ist: Es kommt darauf an, was drinsteckt.Â
Aufschluss bietet ein Blick auf die wichtigsten Zutaten klassischer PlĂ€tzchensorten. Butter war laut Statistischem Bundesamt im Oktober 40 Prozent teurer als ein Jahr vorher. DafĂŒr war Weizenmehl zuletzt gut 10 Prozent billiger, Zucker sogar 20 Prozent. FĂŒr Eier zahlten Kunden zuletzt Ă€hnlich viel wie im Oktober vergangenen Jahres, fĂŒr Milch 3 Prozent mehr. Schokolade, die fĂŒr einige Rezepte auch gebraucht wird, kostete gut 8 Prozent mehr.Â
«Wenn auf die Zutat Butter gesetzt wird, dĂŒrften die WeihnachtsplĂ€tzchen in diesem Jahr etwas teurer sein», sagt der Bereichsleiter Verbraucherforschung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Thomas Els. Dass Mehl und Zucker gĂŒnstiger geworden sind, kann den starken Preisanstieg von Butter demnach nicht kompensieren.
«Dadurch verzichtet man auf viel Genuss»
Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Wer will, der kann statt Butter alternativ auch Margarine zum Backen benutzen, dazu rĂ€t die Verbraucherzentrale. Das funktioniere in den meisten Rezepten «genauso gut» und entlaste den Geldbeutel, heiĂt es auf der Internetseite. Margarine war im Oktober knapp 3 Prozent gĂŒnstiger als ein Jahr vorher.
JĂŒrgen Hinkelmann, VizeprĂ€sident des Zentralverbandes des Deutschen BĂ€ckerhandwerks, hĂ€lt nichts von Margarine als Butter-Ersatz. «Das ist geschmacklich schlecht, dadurch verzichtet man auf viel Genuss.» Dann lieber weniger backen und dafĂŒr hochwertig. «Das tut auch der Figur gut», sagt er, der Inhaber der BĂ€ckerei Grobe aus Dortmund ist.
Die GrĂŒnde fĂŒr den Preisanstieg bei Butter sind kleinere verfĂŒgbare Milchmengen und ein geringerer Fettgehalt in der Rohmilch. Durch eine hohe Nachfrage nach anderen Milchprodukten wie KĂ€se stand laut Milchindustrie weniger Fett fĂŒr die Herstellung von Butter zur VerfĂŒgung.


