Voigt, Stromsteuer

Voigt: Brauchen bei Stromsteuer VerlÀsslichkeit

Veröffentlicht am: 04.07.2025 um 15:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Mario Voigt pocht in der Debatte um die Stromsteuersenkung auf politische VerlĂ€sslichkeit.

"In unsicheren Zeiten ist VerlĂ€sslichkeit das höchste Gut - gerade in Ostdeutschland, wo viele Menschen politische Zusagen besonders genau beobachten", sagte der CDU-Politiker auf dpa-Anfrage in Erfurt. Die angekĂŒndigte Stromsteuersenkung fĂŒr alle jetzt zeitlich infrage zu stellen, gefĂ€hrde Vertrauen, so Voigt.

Die Entscheidung der Bundesregierung, die Stromsteuer nicht auch fĂŒr BĂŒrger und alle Betriebe zu senken, sorgt auch bei anderen CDU-Politikern und MinisterprĂ€sidenten wie Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik WĂŒst fĂŒr Unmut.

Voigt sagte, die geplante Entlastung des produzierenden Gewerbes sei richtig - besonders fĂŒr den industriellen Mittelstand im Osten. "Wirtschaft ist aber mehr als Industrie." Gerade in Ostdeutschland sei die Wirtschaft kleinteilig aufgestellt mit Handwerk und vielen kleineren Unternehmen. Auch private Haushalte brĂ€uchten dringend Entlastung.

Die Spitzen von Union und SPD hatten am Mittwoch entschieden, dass es vorerst keine Senkung der Stromsteuer fĂŒr alle Firmen sowie fĂŒr private Haushalte geben soll. Dabei hatten CDU, CSU und SPD einen solchen Schritt im Koalitionsvertrag angekĂŒndigt - allerdings unter Finanzierungsvorbehalt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verteidigen den Kurs und verweisen auf HaushaltszwĂ€nge.

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