Volkswagen-Krise: Bis zu 50.000 zusÀtzliche Stellen weltweit gefÀhrdet
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 03:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Beim Entwicklungsdienstleister IAV in Berlin-Charlottenburg bangen bis zu 1.200 BeschĂ€ftigte um ihre ArbeitsplĂ€tze. Der Betriebsrat schlĂ€gt Alarm â und Konzernchef Oliver Blume malt ein dĂŒsteres Gesamtbild.
Tausende weitere Stellen wackeln
In einer internen Mitteilung vom 13. Juli 2026 legte Blume die Zahlen auf den Tisch. Demnach mĂŒssten weltweit rund 50.000 zusĂ€tzliche Stellen wegfallen, wenn die Arbeitskosten nicht drastisch sinken. Die Gemeinkosten des Konzerns liegen demnach rund 20 Prozent ĂŒber denen der Wettbewerber.
Dieser mögliche Abbau kommt obendrauf. Bereits vereinbart waren Streichungen von 50.000 Stellen bis 2030 in Deutschland. Rund 37.000 dieser VertrÀge sind bereits unterschrieben. Medienberichten zufolge könnten im gesamten Konzernverbund am Ende sogar 100.000 bis 120.000 Jobs verschwinden.
FĂŒnf Werke ohne Perspektive
Die Unsicherheit trifft gleich mehrere deutsche Standorte hart. FĂŒr die Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm fehlt laut KonzernfĂŒhrung eine wettbewerbsgerechte Auslastung fĂŒr die 2030er-Jahre. Auch OsnabrĂŒck gilt als gefĂ€hrdet â das Land Niedersachsen prĂŒft dort eine Beteiligung fĂŒr die RĂŒstungsproduktion.
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Der Betriebsrat ĂŒbt scharfe Kritik. Rund 40.000 BeschĂ€ftigte steckten in einer unertrĂ€glichen Ungewissheit. Ein Ultimatum des Betriebsrats verstrich ohne Einigung. Auch die Aufsichtsratssitzung vom 10. Juli brachte keine konkreten Ergebnisse zum Sparpaket.
Milliarden-Sparziel und Zoll-Belastung
Die KonzernfĂŒhrung will insgesamt 11 Milliarden Euro einsparen. Die geplante Fahrzeugproduktion soll von 12 auf 9 Millionen Einheiten sinken, die Modellpalette könnte halbiert werden.
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Hinzu kommen Belastungen aus dem internationalen Handelsumfeld. US-Zölle kosten den Konzern jĂ€hrlich rund 5 Milliarden Euro. Blume betonte, man suche nach intelligenteren Lösungen als WerksschlieĂungen. Immerhin: Die Fabrikkosten in Deutschland sanken 2025 bereits um 20 Prozent.
Die Lage bei IAV in Berlin zeigt jedoch: Der Druck auf die Entwicklungsdienstleister und Zulieferer wĂ€chst rasant â wĂ€hrend die Verhandlungen ĂŒber die Zukunft der Kernmarke Volkswagen weiterlaufen.
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