Fraport bei Ausbauprojekten von FlughÀfen im Plan
28.05.2024 - 12:08:32Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist bei seinen internationalen Ausbauprojekten im Plan. Das dritte Passagier-Terminal in Frankfurt soll nach der Osterreisewelle 2026 eröffnet werden, sagte Vorstandschef Stefan Schulte bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns am Dienstag.Â
Die KapazitĂ€t des gröĂten deutschen Flughafens wĂ€chst mit der rund vier Milliarden Euro schweren Investition brutto um rund 19 Millionen Passagiere, wobei allerdings dann das Terminal 2 zur Sanierung aus dem Betrieb genommen wird. Noch in diesem Jahr entsteht zudem entlang der Frankfurter Startbahn West ein Solarpark, fĂŒr den rund 37.000 Photovoltaik-Module installiert werden sollen.Â
Globale ExpansionsplÀne in vollem Gange
Am Flughafen Lima steht noch im laufenden Jahr die Inbetriebnahme des neuen Terminals an, sodass die KapazitĂ€t in der peruanischen Hauptstadt mit zwei Start- und Landebahnen auf 40 Millionen Passagiere mehr als verdoppelt wird. Am Beteiligungsflughafen in Antalya will Fraport mit dem Partner TAV vor der Hauptreisesaison 2025 mit den Bauarbeiten fertig sein, um jĂ€hrlich 65 Millionen FluggĂ€ste abfertigen zu können.Â
Geschlossen bleibt bis auf Weiteres der von Fraport betriebene Flughafen im brasilianischen Porto Alegre, der von den historischen Ăberschwemmungen in dem sĂŒdamerikanischen Land betroffen ist. Unter den BeschĂ€ftigten habe es keine Todesopfer gegeben, aber viele hĂ€tten «Haus und Hof» verloren, sagte Schulte. Hier habe Fraport mit HilfsgĂŒtern und finanziellen Hilfen unterstĂŒtzt.  Der Hochwasserschaden stehe noch nicht fest. Fraport sei versichert und mit der Regierung im GesprĂ€ch. DemnĂ€chst werde man zivilen Luftverkehr auf einem MilitĂ€rflughafen organisieren.Â
GeschĂ€ftlich sieht sich Fraport auf dem Weg zu Rekorden bei Umsatz und Gewinn. Schulte bestĂ€tigte die Prognose von 61 bis 65 Millionen Passagieren am Heimatdrehkreuz und einem starken internationalen Wachstum. Mit groĂer Wahrscheinlichkeit werde man im laufenden Jahr den Gewinn aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 mit damals 454 Millionen Euro ĂŒbertreffen. In der Prognose traut sich das Management bis zu 530 Millionen Euro zu. FĂŒr die AktionĂ€re bedeutet das allerdings nicht automatisch eine Dividende. Wegen der hohen Verschuldungsquote werde man auch 2024 keine AusschĂŒttung vorschlagen, kĂŒndigte Schulte an. Das werde sich spĂ€testens mit Eröffnung des Terminal 3 Ă€ndern.Â


