Arbeitgeber: Rentenalter hoch, Leistungen kappen
05.03.2025 - 12:39:43"Das 40-Prozent-Ziel muss Bestandteil des Koalitionsvertrags werden", sagte ArbeitgeberprÀsident Rainer Dulger. "Ohne eine Begrenzung der SozialbeitrÀge wird es keinen nachhaltigen Aufschwung geben."
Die Bundesvereinigung der deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde kam zurĂŒck auf ein Gutachten des Sozialexperten Martin Werding von 2020, das mit neuen Daten aktualisiert wurde. Demnach könnten die BeitrĂ€ge fĂŒr Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung in Summe von derzeit etwa 42 Prozent ohne weitere Einschnitte bis 2060 wegen der Alterung der Bevölkerung drastisch steigen - laut diesem Szenario auf rund 55 Prozent.
Rentenalter erhöhen
Um die Zielmarke von 40 Prozent zu halten, schlĂ€gt Werding vor, das gesetzliche Rentenalter von 67 Jahren weiter zu erhöhen und die sogenannte Rente mit 63 fĂŒr langjĂ€hrige Versicherte abzuschaffen. Zudem soll der Anstieg der Renten in den nĂ€chsten Jahren stark gedrosselt werden. Hinzu kommen soll nach Vorstellungen der Arbeitgeber eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge.
FĂŒr die Krankenversicherung schlĂ€gt das Gutachten ein striktes "Versorgungsmanagement" vor. Gemeint ist, dass einzelne Krankenkassen fĂŒr ihre Versicherten mit sogenannten SelektivvertrĂ€gen nur mit bestimmten KrankenhĂ€usern oder Ărzten zusammenarbeiten. Auch in der Pflege gehe es um mehr "Wettbewerb in der Versorgung", sagte Werding.
Das 40-Prozent-Ziel sei erreichbar, "sogar ohne echte Zumutungen", ergÀnzte Dulger.

