Kommunen: Staat soll Migration deutlich eindÀmmen
06.12.2024 - 06:26:00"Wir erwarten von Bund und LĂ€ndern Signale und MaĂnahmen, das Migrationsgeschehen zu ordnen, zu steuern und zu begrenzen", sagte AndrĂ© Berghegger (CDU) vom Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebund dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag).
FĂŒr viele Kommunen sei etwa der Familiennachzug eine Herausforderung. Notwendig sei dabei eine BeschrĂ€nkung auf HĂ€rtefĂ€lle. "Familiennachzug sollte nur gewĂ€hrt werden sollte, wenn geeigneter Wohnraum nachgewiesen werden kann." Zudem brauche es Impulse fĂŒr bessere Integration von FlĂŒchtlingen mit Bleibeperspektive "und ein Bekenntnis zur Ausfinanzierung von Sprach- und Integrationskursen".
Brandenburgs Minister: CDU und SPD bei Migration entfernt
Am Donnerstag hatte Brandenburgs Innenminister Michael StĂŒbgen (CDU) festgestellt, dass es bei den Beratungen der Innenminister zur Asyl- und Migrationspolitik groĂe Differenzen zwischen den SPD- und den unionsgefĂŒhrten LĂ€ndern gebe. Die SPD-LĂ€nder seien nicht bereit, die wesentlichen Forderungen der Union mitzutragen, betonte StĂŒbgen bei der Konferenz im brandenburgischen Rheinsberg.
Das betreffe etwa die CDU-Forderung nach der Ausweitung der Liste sogenannter sicherer HerkunftslĂ€nder sowie nach möglichen ZurĂŒckweisungen - auch von Asylsuchenden - an deutschen Grenzen, erklĂ€rte StĂŒbgen.
SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte vor der dreitĂ€gigen Innenministerkonferenz gesagt, keine "Scheindebatten" zur Asylpolitik fĂŒhren zu wollen. "Die Asylgesuche liegen aktuell um 40 Prozent unter denen des Vorjahres, die Abschiebungen um 20 Prozent ĂŒber denen des Vorjahres", sagte Faeser.

