EU, Autoindustrie

Autoindustrie fordert mehr staatliche Förderung von E-MobilitÀt

Veröffentlicht am: 12.09.2025 um 13:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Vor dem Autogipfel mit EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen in BrĂŒssel fordert Schaeffler-Vorstand Matthias Zink eine Lockerung der CO2-Regeln fĂŒr Verbrennermotoren und eine umfassende staatliche Förderung fĂŒr E-MobilitĂ€t.

E-Auto Ladestation (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
E-Auto Ladestation (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Es muss eine konsistente, durchdachte Förderung sein. Und es muss flĂ€chendeckend sein. Wir mĂŒssen es europaweit durchdenken, von SĂŒden bis Norden und von Ost bis West. Und das ist heute nicht der Fall", sagte Zink dem Wirtschaftsmagazin Capital.

Dabei gehe es um Ladestationen, um Netze und die Stromkosten - auch beim Schnelladen. Es sei unterschĂ€tzt worden, wie das Ökosystem fĂŒr die Realisierung einer weitreichenden E-MobilitĂ€t aussehen muss, sagte Zink, der Chef der Antriebssparte beim Autozulieferer Schaeffler ist und zudem PrĂ€sident des europĂ€ischen Autozulieferer-Verbands (Clepa). "Deswegen sehen wir, dass Endkunden im Moment nur begrenzt vollelektrische Fahrzeuge kaufen und verunsichert sind." KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen hat die Vertreter der Automobilhersteller und der Zulieferer zum "strategischen Dialog" nach BrĂŒssel eingeladen. Dabei stehen vor allem die gesetzten CO2-Regeln fĂŒr Verbrennermotoren im Fokus. Die Industrievertreter sprechen sich unosono gegen den Verbrenner-Ausstieg im Jahr 2035 aus. "Der Grad der Einigkeit ist tatsĂ€chlich recht hoch", sagt Zink dazu. Normalerweise haben Hersteller und Zulieferer durchaus unterschiedliche Interessen. "Aber die aktuelle Krise der gesamten Autoindustrie fĂŒhrt dazu, dass wir öfter gemeinsam argumentieren." Viele Hersteller und Zulieferer haben in E-MobilitĂ€t investiert, aber die Produktion lĂ€uft nicht wie geplant an, einige Projekte laufen spĂ€ter an. "Die Fixkosten wiegen schwer und je kleiner und regionaler die Unternehmen sind, desto schlimmer sind die Auswirkungen. Das hören wir aus Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland und vielen anderen LĂ€ndern von Lieferanten", so Zink. Dennoch votiere die Branche nicht generell gegen das Verbrennerverbot. "Das ist nicht so. Wir wollen elektrisch werden", sagte Zink. "Niemand rĂŒttelt an diesem Ziel. Wo wir unsere Fragen stellen, ist, welcher Weg dorthin am besten fĂŒhrt. Wie realisieren wir das Ziel? Wie können wir ĂŒber die BrĂŒcke bestehender Technik elektrisch werden? Und da stimmen wir nicht mit den aktuellen Rahmenbedingungen der EU Kommission ĂŒberein."

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