Nato-General: Deutlich höhere Verteidigungsausgaben nötig
11.10.2024 - 08:54:20"Zwei Prozent reichen fĂŒr Deutschland nicht. Es muss Richtung drei Prozent gehen", sagte Badia der "SĂŒddeutschen Zeitung". Er ist der Nato zustĂ€ndig fĂŒr die Weiterentwicklung des BĂŒndnisses.
Deutschland schafft das bisherige Nato-Ziel, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung fĂŒr Verteidigung auszugeben, derzeit knapp und mit Einrechnung des 100 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögens fĂŒr die Bundeswehr. Bei einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund vier Billionen Euro wĂŒrden drei Prozent aktuell etwa 40 Milliarden Euro mehr im Jahr fĂŒr Verteidigungsausgaben bedeuten, berichtete die Zeitung.
Deutschland und Partner mĂŒssen mehr Kampfbrigaden stellen
Ăber Planungen der Nato fĂŒr verstĂ€rkte Kampftruppen als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hatte zuvor die "Welt am Sonntag" berichtet. Demnach geht das Verteidigungsministerium auf Grundlage dieser "Minimum Capability Requirements" (MCR) der Nato davon aus, dass ĂŒber die bislang zugesagten zehn Kampftruppenbrigaden der deutschen LandstreitkrĂ€fte hinaus ab 2031 fĂŒnf bis sechs weitere Brigaden hinzukommen mĂŒssen. Insgesamt im BĂŒndnis solle demnach die Zahl der Kampftruppenbrigaden von 82 auf 131 steigen.
Verteidigungsministerium: laufende Planungen
Eine deutsche Brigade besteht aus rund 5000 MĂ€nnern und Frauen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sprach nach dem Bericht von laufenden Planungen. Das BĂŒndnis passe sich damit alle vier Jahre an eine verĂ€nderte Lage an.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat wiederholt eine deutliche weitere Steigerung der Verteidigungsausgaben gefordert und auch deutlich gemacht, dass mehr Soldaten zur VerteidigungsfÀhigkeit nötig seien. Er lÀsst derzeit Details eines neuen Wehrpflichtmodells ausarbeiten.

