ROUNDUP, Baerbock

Baerbock und Cameron zu KrisengesprÀchen in Israel

17.04.2024 - 09:23:13 | dpa.de

Vor dem Hintergrund eines drohenden FlĂ€chenbrandes in Nahost nach dem iranischen Angriff hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) in Israel mit ihrem britischen Kollegen David Cameron KrisengesprĂ€che begonnen.

In Jerusalem traf die GrĂŒnen-Politikerin am Mittwoch nach Angaben des AuswĂ€rtigen Amtes mit Cameron StaatsprĂ€sident Izchak Herzog. Die weiteren GesprĂ€chstermine wollten Baerbock und Cameron getrennt, aber inhaltlich abgestimmt absolvieren. Zu Beginn der GesprĂ€che hĂ€tten sich die beiden zur aktuellen Lage ausgetauscht, hieß es weiter.

Die Bundesaußenministerin traf auch ihren israelischen Kollegen Israel Katz. Es ist der siebte Israel-Besuch Baerbocks seit dem TerrorĂŒberfall der islamistischen Hamas am 7. Oktober.

Zentraler Punkt bei den GesprĂ€chen dĂŒrften die wachsenden Sorgen vor einer Ausbreitung des Konflikts in der Region bei einem harten israelischen Gegenschlag nach dem iranischen Großangriff vom Wochenende sein. Baerbock dĂŒrfte auch die humanitĂ€re Lage der notleidenden Zivilbevölkerung im Gazastreifen zur Sprache bringen. In den vergangenen Wochen hatte sie Israel wiederholt aufgefordert, mehr Hilfslieferungen nach Gaza zuzulassen.

Baerbock wollte am Mittwoch auch mit MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu und mit Benny Gantz sprechen, der Mitglied des israelischen Kriegskabinetts ist. Netanjahu hatte am Dienstag nach Angaben des israelischen Kan-Senders bei einem Treffen mit Ministern seiner Likud-Partei gesagt: "Wir werden auf den Iran reagieren, aber man muss es klug anstellen und nicht aus dem Bauch heraus. Sie mĂŒssen nervös sein, so wie sie uns nervös gemacht haben."

Irans PrÀsident Ebrahim Raisi hatte Israel dagegen erneut vor einem militÀrischen Gegenangriff gewarnt. "Die kleinste Aktion (Israels) gegen die nationalen Interessen des Irans wird umfangreiche und schmerzhafte Konsequenzen haben", sagte er in einem Telefonat mit Katars Emir Hamad Al Thani laut dem Webportal seines PrÀsidialamts.

Baerbock war zuletzt Ende MĂ€rz in Israel. Am Mittwochnachmittag wollte sie zum Treffen der G7-Außenminister der Runde wirtschaftsstarker Demokratien nach Italien weiterreisen. Auch dort dĂŒrfte es um Nahost gehen, aber auch um mögliche Hilfen fĂŒr die Ukraine, die sich seit mehr als zwei Jahren im russischen Angriffskrieg verteidigt.

Italien fĂŒhrt derzeit den Vorsitz in der G7-Gruppe. Weitere Mitglieder sind Deutschland, die USA, Kanada, Großbritannien, Japan und Frankreich.

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