Vor der Bundesratsentscheidung: Wachstumschancengesetz in der Kritik / Leserinnen und Leser von DUP UNTERNEHMER zeigen sich enttĂ€uscht ĂŒber abgespeckte Version, ĂŒber die der Bundesrat morgen abstimmt
Veröffentlicht am: 21.03.2024 um 14:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSDie zunĂ€chst vorgesehenen Erleichterungen von rund sieben Milliarden Euro wurden nach dem Durchlauf im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat auf nur noch etwa drei Milliarden Euro zusammengestrichen. Dies trĂŒbt bei etwa 70 Prozent der Befragten die wirtschaftlichen Erwartungen. Nur gut 22 Prozent sehen keine Verschlechterung.
Deutliche 86 Prozent der Befragten halten die jetzt geplanten Abschreibungsmöglichkeiten, wie etwa die befristete WiedereinfĂŒhrung der degressiven Afa oder die Sonderabschreibung von Investitionskosten, insbesondere fĂŒr kleinere Unternehmen als fĂŒr nicht ausreichend. Nur etwas mehr als vier Prozent der Befragten erscheinen die vorgesehenen MaĂnahmen als genĂŒgend.
Katharina Beck, Finanzpolitische Sprecherin und Leiterin AG Finanzen, Bundestagsfraktion von BĂŒndnis 90/Die GRĂNEN und Stellvertretende Vorsitzende, Finanzausschuss des Deutschen Bundestags, Ă€uĂerte sich dazu auf dup-magazin.de: "Das Gesetz bringt Unternehmen und BeschĂ€ftigten wichtige Anreize fĂŒr Investitionen, umfassende finanzielle Impulse fĂŒr den Wohnungsbau und noch dazu BĂŒrokratieabbau und Vereinfachungen bei der Steuerabrechnung.
Auch Reinhard Houben, Mitglied des Bundestags und Wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, bezog Stellung zur Diskussion um das Gesetz: "Beim Wachstumschancengesetz gilt 'nomen est omen'. Es setzt wichtige Impulse, um aus der Rezession herauszuwachsen. Durch die steuerlichen Erleichterungen, die besseren Abschreibungsbedingungen und den erweiterten VerlustrĂŒcktrag wird die derzeit angekratzte LiquiditĂ€t der Unternehmen wieder gestĂ€rkt." Houben weiter: "Klar ist, dass neben dem Wachstumschancengesetz weitere Schritte notwendig sein werden, um die Wirtschaft zu entlasten. Dabei stehen insbesondere das BĂŒrokratieentlastungsgesetz und die vollstĂ€ndige Abschaffung des SolidaritĂ€tszuschlags fĂŒr die Unternehmen im Fokus."
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