VW-Aufsichtsrat, Stellen

VW-Aufsichtsrat 9. Juli: Bis zu 100.000 Stellen weltweit auf dem Prüfstand

27.06.2026 - 19:04:42 | boerse-global.de

Backwarenhersteller Lieken gibt Standort in Essen-Borbeck auf. Hohe Energiekosten und Marktlage machen Produktion unrentabel.

Lieken schließt Werk in Essen: 120 Jobs in Gefahr
VW-Aufsichtsrat - Eine leere Produktionslinie in einer Bäckerei mit einer Silhouette eines einzelnen Arbeiters, der die Linie betrachtet. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Backwarenhersteller Lieken macht sein Werk in Essen-Borbeck dicht. Grund sind die schwierige Marktlage und hohe Energiekosten. Die Produktion lohnt sich dort nicht mehr.

Gewerkschaft fordert Transparenz

Am Standort gibt es keinen Betriebsrat. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verlangt nun volle Informationen vom Unternehmen. „Wir wollen prüfen, ob es Alternativen zur Schließung gibt“, so die NGG. Ziel ist es, die Arbeitsplätze in der Region zu retten.

Krise im Backwarensektor

Lieken steht nicht allein da. Die Branche leidet unter verändertem Kaufverhalten und steigenden Kosten. Zwei weitere Fälle zeigen das Ausmaß:

  • Rackls Backstubn: Die insolvente Kette aus München wurde verkauft. 17 Filialen übernehmen Wettbewerber wie Wünsche oder Wimmer. Zehn Standorte und die Zentrale in Olching schließen. Rund 470 Mitarbeiter sind betroffen.
  • Bäckerei Reinmuth: Der Karlsruher Traditionsbetrieb macht nach über 120 Jahren Ende Juli 2026 dicht. Fehlende Nachfolge und gesundheitliche Probleme des Inhabers sind die Gründe. Ein Großteil der Belegschaft soll ein Konkurrent übernehmen.
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Breite Sparwelle in der Industrie

Die Lieken-Schließung ist Teil einer größeren Entwicklung. Mehrere Großunternehmen bauen massiv Stellen ab:

Volkswagen plant einem Bericht vom Juni 2026 zufolge ein deutlich schärferes Sparprogramm. Statt 50.000 könnten weltweit bis zu 100.000 der 657.000 Stellen wegfallen. Betroffen wären die Werke in Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm. Der Aufsichtsrat berät voraussichtlich am 9. Juli.

Der Chemiekonzern Evonik streicht trotz höherer Gewinnprognose weitere 3.200 Jobs. Der Kostendruck zwingt das Unternehmen zum Handeln.

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Auch der Zulieferer Signata macht dicht: Das Werk in Diepholz schließt Ende 2026. Die Produktion wandert nach Bulgarien, in Deutschland bleiben nur Vertrieb und Entwicklung. 64 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Die deutsche Industrie steckt mitten im Umbruch. Technologische Veränderungen und wirtschaftlicher Druck treiben den Wandel quer durch alle Branchen voran.

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