VW-Tochter IAV: 1.400 Jobs weg, Berlin trifft es am härtesten
15.06.2026 - 00:00:37 | boerse-global.de
Bis Ende 2025 fallen weltweit rund 1.400 der 8.000 Jobs weg. Der Großteil des Abbaus trifft Berlin.
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Berlin verliert über 1.200 Arbeitsplätze
Von den rund 5.000 Beschäftigten am Standort Berlin sind über 1.200 betroffen. Auch Wolfsburg muss mit Einschnitten rechnen. IAV begründet den Schritt mit der schwierigen Lage der Automobilbranche und einer strategischen Neuausrichtung. Künftig will sich der Ingenieurdienstleister stärker auf Softwareentwicklung konzentrieren.
Die Ankündigung sorgt für politischen Wirbel. Berlins Wirtschaftssenatorin zeigte sich tief besorgt. In Branchenkreisen wird zudem über einen möglichen Verkauf der Tochter durch Volkswagen spekuliert.
IG Metall kündigt Widerstand an
Die Gewerkschaft stellt sich gegen die Abbaupläne. Sie fordert einen Sozialplan und pocht auf den Erhalt der Arbeitsplätze. Der bestehende Tarifvertrag schließt betriebsbedingte Kündigungen bei IAV eigentlich aus. Die Arbeitnehmervertreter verlangen vom Management alternative Lösungen – Transformation ohne Verlust von Kernkompetenzen.
IAV reiht sich damit in eine Serie von Sparmaßnahmen bei großen Zulieferern ein. Auch Bosch, Continental und ZF hatten zuletzt Personal angepasst.
VW-Konzern plant noch größeren Umbau
Der Stellenabbau bei IAV ist nur ein Teil eines weitreichenden Sparprogramms. Volkswagen-Chef Oliver Blume bereitet für die Hauptversammlung am 18. Juni 2026 die Ankündigung vor: In Deutschland sollen bis Ende 2026 rund 19.000 Arbeitsplätze wegfallen.
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Bis 2030 will der Konzern die Belegschaft um bis zu 35.000 Mitarbeiter reduzieren. Das Ziel: Milliarden-Einsparungen durch Effizienzsteigerung. Als Gründe nennt das Management schwache Nachfrage, schleppende E-Auto-Verkäufe und den wachsenden Druck chinesischer Hersteller.
Doch der Personalabbau ist nicht alles. Die Gläserne Manufaktur in Dresden soll Ende 2025 schließen. Ab 2027 wird der Golf in Mexiko produziert. Bereits bis Ende 2025 müssen die Produktionskosten in deutschen Werken um über 20 Prozent sinken. Nur so, glaubt der Konzern, bleibt er wettbewerbsfähig.
