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VW und Audi: Rückruf von 2,85 Millionen Autos wegen Lenkungsrisiko

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Korrosionsgefährdete Lenkgetriebeschrauben betreffen fast 2,86 Millionen VW- und Audi-Fahrzeuge; die Werkstattreparatur ist kostenlos.

VW und Audi rufen weltweit 2,86 Millionen Autos zurück
Leere, aufgeräumte Kfz-Werkstatt mit einer Hebebühne in einer Industriehalle. Illustration mit AI erstellt.

Volkswagen und Audi rufen wegen eines Problems an der Lenkung weltweit Millionen Fahrzeuge in die Vertragswerkstätten zurück. Grund für die Maßnahme ist eine Schraubenverbindung am Lenkgetriebe, die durch Korrosion brechen kann. Im schlimmsten Fall droht bei betroffenen Modellen der Verlust der Lenkfähigkeit.

Betroffene Modelle bei Volkswagen und Audi

In Deutschland sind bei den beiden Marken zusammen 954.387 Fahrzeuge von der Rückrufaktion erfasst, während sich das Volumen weltweit auf 2.855.601 Einheiten beläuft.

Bei der Kernmarke Volkswagen geht es weltweit um 2.159.054 potenziell betroffene Fahrzeuge, von denen 895.832 auf den deutschen Markt entfallen. Die Maßnahme umfasst die Modelle Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran sowie Caddy aus dem Produktionszeitraum vom 24.09.2013 bis zum 01.07.2024. Die Aktion wird unter dem internen Hersteller-Code 48VS geführt, beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) lautet die Referenz 17016R.

Audi verzeichnet weltweit 696.547 potenziell betroffene Exemplare des Modells Q3, darunter 58.555 Fahrzeuge in Deutschland. Der betreffende Fertigungszeitraum liegt zwischen dem 31.10.2017 und dem 23.05.2024. Bei Audi läuft der Rückruf unter dem internen Code 48LG und der KBA-Referenz 17014R.

Technische Ursache und Reparatur in der Werkstatt

Die Ursache der Rückrufaktion liegt an der rechten Befestigungsschraube des Lenkgetriebes. Diese kann infolge von eindringender Feuchtigkeit und Streusalzeinwirkung korrodieren und im weiteren Verlauf abbrechen. Den Anteil tatsächlich beschädigter Fahrzeuge schätzt Volkswagen auf höchstens 1 % der einbestellten Autos.

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Millionen Fahrzeuge von VW, Audi, Seat und Skoda sind wegen einer korrosionsanfälligen Schraube am Lenkgetriebe erfasst — im schlimmsten Fall droht der Verlust der Lenkfähigkeit. Wer wissen will, ob das eigene Auto dabei ist, findet hier den FIN-Schnellcheck und den kompletten Werkstatt-Ablauf in drei Schritten. Kostenlosen Rückruf-Leitfaden anfordern

Zur Behebung des Problems wird in den Fachwerkstätten die bestehende Verschraubung gegen eine korrosionsbeständigere Schraube ausgewechselt. Die Reparatur ist für Fahrzeughalter kostenlos und nimmt nach Angaben von Audi bis zu 1 Stunde in Anspruch. Die genaue Verfügbarkeit von Werkstattterminen ist derzeit noch unklar.

Einem VW-Sprecher zufolge dürfen betroffene Autos bis zum Werkstatttermin weitergefahren werden, die Wahrnehmung eines Werkstatttermins wird jedoch empfohlen. Fahrzeughalter können die Fahrgestellnummer (FIN) in einer Vertragswerkstatt abgleichen lassen.

Bisher keine Personenschäden und Ausweitung im Konzern

Dem Kraftfahrt-Bundesamt sind bislang keine mit der Rückrufaktion verbundenen Sach- oder Personenschäden bekannt. Die behördliche Untersuchung des KBA zu dem Sachverhalt ist noch nicht abgeschlossen. Auch Audi meldet bislang keine Personen- oder weitergehenden Sachschäden. Aus KBA-Daten geht hervor, dass in Deutschland mindestens gut 950.000 Fahrzeuge der Marken VW, Audi und Seat von dem vorsorglichen Rückruf betroffen sind.

Konzernweit zeichnet sich ein noch größerer Umfang ab. Berichten des Handelsblatts unter Berufung auf informierte Kreise zufolge könnten im gesamten Volkswagen-Konzern rund 4 Mio. Fahrzeuge betroffen sein, da neben VW und Audi auch die Schwestermarken Skoda und Seat erfasst seien.

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Werkstatttermine sind derzeit schwer zu bekommen, und die genaue Verfügbarkeit ist noch unklar. Damit Sie beim Anruf vorbereitet sind: Der Leitfaden zeigt, welche Angaben die Werkstatt braucht, welche Rückruf-Codes zählen und was der kostenlose Schraubentausch umfasst. Checkliste für den Werkstatttermin sichern

Bei Skoda seien demnach über 1 Mio. Fahrzeuge potenziell betroffen; offizielle KBA-Daten lagen hierzu zunächst nicht vor. Bei Seat erstreckt sich die Überprüfung auf die Modelle Ateca und Tarraco aus dem Produktionszeitraum von April 2016 bis September 2024. Während offizielle Zahlen für Seat noch nicht vorliegen, bezifferte das Handelsblatt das Volumen auf etwa 200.000 Fahrzeuge.

Zudem bestätigte Volkswagen gegenüber dem niederländischen Sender NOS Rückrufe von Fahrzeugen in den Niederlanden, deren genaue Zahl bislang unbekannt ist.

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