Walesa versichert Polens Regierungschef seine UnterstĂŒtzung
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 11:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Das Vaterland ist in Not!", schrieb Walesa auf seiner Facebook-Seite. "Ich stehe an Ihrer Seite in der ersten Reihe - ganz gleich, wie die UmstĂ€nde sind." Er rufe auch seine Mitstreiter "aus unserem gemeinsamen Kampf dazu auf, unsere Bestrebungen zu unterstĂŒtzen", schrieb Walesa.
Walesa hatte im August 1980 den Streik auf der Danziger Lenin Werft angefĂŒhrt, der zu EingestĂ€ndnissen der kommunistischen Regierung und zur GrĂŒndung der Gewerkschaft Solidarnosc (SolidaritĂ€t) als erste unabhĂ€ngige Gewerkschaft im kommunistischen Machtbereich fĂŒhrte. Der Elektriker mit dem markanten Schnauzbart wurde damals zum Symbol des polnischen Freiheitskampfs.
In Polen herrscht zwischen den beiden groĂen politischen Lagern ein erbitterter Streit um die Besetzung des Verfassungsgerichts. Die naionalkonservative Partei PiS, die Polen von 2015 bis 2023 regiert hatte, hatte das Gericht mit ihr politisch nahestehenden Richtern besetzt. Das Mitte-Links-BĂŒndnis Tusks, das nach der Parlamentswahl 2023 die Regierung ĂŒbernommen hatte, will die umstrittenen Neuerungen der PiS-Regierung im Justizwesen rĂŒckgĂ€ngig machen.
Die aktuelle Krise wurde durch eine Bekanntmachung auf der Webseite des Verfassungsgerichts ausgelöst. Dort hieĂ es, der bisherige PrĂ€sident Bogdan Swieczkowski und sein Stellvertreter seien einstweilen von ihren Funktionen entbunden worden. Stattdessen werde die Richterin Anna Korwin-Piotrowska das Gericht geschĂ€ftsfĂŒhrend leiten. Noch in den Abendstunden versammelten sich hunderte Demonstranten vor dem Gericht. Polizei riegelte das GebĂ€ude ab.
