EZB-PrÀsidentin, Lagarde

EZB-PrÀsidentin Lagarde rÀt von Vergeltung gegen US-Zölle ab

28.11.2024 - 09:05:36

Was tun, wenn US-PrÀsident Trump die Zölle auf Importe deutlich anhebt? Die PrÀsidentin der EuropÀischen Zentralbank empfiehlt ein besonnenes Vorgehen.

Die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat sich gegen Vergeltungsmaßnahmen im Fall neuer US-Zölle unter dem designierten PrĂ€sidenten Donald Trump ausgesprochen. «Wir könnten anbieten, bestimmte Dinge von den Vereinigten Staaten zu kaufen und signalisieren, dass wir bereit sind, uns an den Verhandlungstisch zu setzen», sagte Lagarde in einem Interview mit der Zeitung «Financial Times». Diese Vorgehensweise sei besser als eine reine Vergeltungsstrategie.

Lagarde wiederholte damit Warnungen vor den Folgen eines möglichen Handelskriegs mit den USA. Mit einem Angebot zum Kauf von Waren aus den USA könnte die europĂ€ische Seite signalisieren, dass man bereit zu Verhandlungen sei, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Mit Blick auf einen möglichen Handelskrieg sagte die EZB-PrĂ€sidentin: «Das kann in niemandes Interesse sein, weder fĂŒr die Vereinigten Staaten noch fĂŒr Europa.»

Zuvor hatte der designierte US-PrĂ€sident Trump angekĂŒndigt, als einer der ersten Amtshandlungen Zölle von 25 Prozent auf alle Waren aus Mexiko und Kanada zu erheben. Zudem hatte Trump im Wahlkampf generell weitreichende Zölle angekĂŒndigt und argumentiert, dass US-Firmen dann wieder stĂ€rker in den USA produzierten und damit ArbeitsplĂ€tze geschaffen wĂŒrden.

@ dpa.de