US-WAHLROUNDUP, Trump

US-WAHL / ROUNDUP 3 / AuszÀhlung lÀuft: Trump stark in wichtigen Bundesstaaten

06.11.2024 - 05:20:14

WASHINGTON - Bei der US-PrÀsidentschaftswahl zeigt Donald Trump StÀrke in wichtigen Bundesstaaten.

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl zeigt Donald Trump StĂ€rke in wichtigen Bundesstaaten. Bei der AuszĂ€hlung der Stimmen lag er in Georgia und North Carolina vorn - und ging zwischenzeitlich auch im möglicherweise wahlentscheidenden Pennsylvania knapp in FĂŒhrung. Dennoch kann die Demokratin Kamala Harris noch aufholen. Umfragen hatten ein extrem enges Rennen vorhergesagt.

Bei der Wahl steht viel auf dem Spiel: Die innenpolitische StabilitÀt der USA sowie das ohnehin wackelige Gleichgewicht der Weltpolitik.

Wie erwartet setzten sich Harris und der Republikaner Trump nach WĂ€hlerbefragungen und ersten StimmauszĂ€hlungen in mehreren Bundesstaaten durch, in denen ihr Sieg als sicher galt. Dazu gehören unter anderem Florida, Texas und South Carolina fĂŒr Trump und New York, Massachusetts und Illinois fĂŒr Harris. Trump kam damit bisher auf 210 Stimmen von Wahlleuten und Harris auf gut 110.

FĂŒr den Sieg braucht ein Kandidat 270 Stimmen von Wahlleuten aus verschiedenen Bundesstaaten. Da ein Großteil der Bundesstaaten verlĂ€sslich fĂŒr Demokraten oder Republikaner stimmt, kommt es am Ende auf das Ergebnis in sieben sogenannten Swing States an, in denen beide Parteien eine realistische Erfolgschance haben.

Wie steht es in den Swing States?

Die Swing States sind Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, Georgia und North Carolina - sowie Arizona und Nevada im Westen der USA. Vor allem Pennsylvania mit 19 Stimmen von Wahlleuten gilt als potenziell wahlentscheidend. Sowohl Harris als auch Trump waren dort auf der Zielgeraden des Wahlkampfs besonders aktiv.

In Georgia und North Carolina mit jeweils 16 Stimmen von Wahlleuten fĂŒhrt bisher Trump, doch sein Vorsprung schrumpfte mit fortlaufender AuszĂ€hlung. In Georgia lag er bei 87 Prozent der ausgezĂ€hlten Stimmen bei 51,1 Prozent. Und in North Carolina fĂŒhrte er nach 85 Prozent der ausgezĂ€hlten Stimmen mit 50,8 Prozent. Sollte Trump Georgia und North Carolina fĂŒr sich entscheiden, mĂŒsste Harris zwingend Pennsylvania gewinnen, um PrĂ€sidentin zu werden.

Überraschend knapp sah es in Virginia aus, wo sich vor vier Jahren Joe Biden mit einem Vorsprung von rund zehn Prozentpunkten durchgesetzt hatte. Nach AuszĂ€hlung von 77 Prozent der Stimmen lag Harris knapp vorn mit 50 Prozent. Virginia bringt 13 Stimmen von Wahlleuten.

Wirtschaft oder Frauenrechte?

Trump baute seinen Wahlkampf auf der Unzufriedenheit der Amerikaner mit der hohen Inflation im Nachgang der Corona-Pandemie auf und schĂŒrte zudem Ängste vor einem angeblichen Anstieg von Verbrechen durch kriminelle Einwanderer. Harris beschrieb Trump als eine Gefahr fĂŒr die Demokratie und fokussierte sich angesichts der Abtreibungs-Verbote in mehreren von Republikanern dominierten Bundesstaaten auf die Rechte der Frauen.

Der Wahlausgang wird zeigen, wessen Botschaften bei den WĂ€hlern besser ankamen. Viele, die fĂŒr Trump stimmen wollten, erklĂ€rten, dass fĂŒr sie die wirtschaftliche Entwicklung wichtiger als die Persönlichkeit der Kandidaten sei.

Trump malt wieder Wahlbetrug an die Wand

Wie schon vor vier Jahren behauptete Trump erneut, dass es "massiven Betrug" gebe - speziell sprach er von Philadelphia in Pennsylvania und Detroit in Michigan. SicherheitskrĂ€fte seien auf dem Weg. In Philadelphia wies Staatsanwalt Larry Krasner die Behauptungen rasch als komplett unbegrĂŒndet zurĂŒck, auch das BĂŒrgermeisteramt von Detroit konnte sie nicht bestĂ€tigen.

Auch Entscheidung ĂŒber Kongress-Mehrheiten

Es wird auch ĂŒber die Mehrheiten im US-Kongress entschieden. Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im ReprĂ€sentantenhaus sowie rund ein Drittel der 100 Sitze im Senat. Die Partei, die den Kongress kontrolliert, kann den Handlungsspielraum eines PrĂ€sidenten stark einschrĂ€nken.

Aktuell halten die Republikaner die Mehrheit im Abgeordnetenhaus mit 220 zu 212 Sitzen.

Den Demokraten droht wiederum der Verlust ihrer Mehrheit von 51 Sitzen im Senat. Einen der bisherigen Sitze verloren sie schon frĂŒh in der Nacht. Der zuletzt parteilose Senator Joe Manchin, der mit den Demokraten stimmte, trat nicht mehr an. Seinen Platz wird der Republikaner Jim Justice einnehmen. Wenn wie erwartet der Demokrat Jon Tester im Bundesstaat Montana seinen Sitz verliert, mĂŒssten die Demokraten in einem der anderen Rennen einen Republikaner ersetzen, um die Kontrolle ĂŒber den Senat zu behalten.

Russland mischt mit

Russland versuchte abermals, Chaos wĂ€hrend des Wahltags zu sĂ€en. Die US-Bundespolizei FBI verfolgte Bombendrohungen gegen Wahllokale nach Russland zurĂŒck. Keine sei als glaubwĂŒrdig eingestuft worden. Die Bombendrohungen hatte es in zwei Wahllokalen im besonders umkĂ€mpften "Swing State" Georgia gegeben, weswegen die Abstimmung dort kurzzeitig unterbrochen wurde.

@ dpa.de