WDH: Deutliches Plus fĂŒr deutsche Elektroexporte
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 10:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS(Im 3. Absatz, 1. Zeile, wurde das fehlende Wort "Prozent" ergÀnzt: "Fast 90 Prozent des Exportwachstums ...")
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das zweite Halbjahr hat fĂŒr die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem krĂ€ftigen Exportplus begonnen. Die Branche lieferte im Juli Waren im Wert von 23,5 Milliarden Euro ins Ausland und damit 11,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit konnte das Expansionstempo nach bereits starken ersten sechs Monaten "unterm Strich sogar nochmals etwas gesteigert werden", wie der Chefvolkswirt des Branchenverbandes ZVEI, Andreas Gontermann, bilanzierte.
Von Januar bis einschlieĂlich Juli 2026 summierten sich die Ausfuhren den Angaben zufolge auf 162,9 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Fast 90 Prozent des Exportwachstums gehen nach Angaben des ZVEI auf den Handel mit den PartnerlĂ€ndern in der EuropĂ€ischen Union zurĂŒck. "Es ist das GeschĂ€ft mit dem gemeinsamen Binnenmarkt, welches das diesjĂ€hrige Wachstum der Branchenausfuhren treibt", erklĂ€rte Gontermann. Waren im Wert von 90,1 Milliarden Euro und damit 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist wurden in den ersten sieben Monaten in die EU geliefert.
US-GeschÀft im Aufwind - China bleibt schwierig
Aber auch die GeschĂ€fte auĂerhalb der EU liefen zuletzt in vielen LĂ€ndern gut. Im Juli gab es zum Beispiel einen zweistelligen Anstieg im wichtigen Exportmarkt USA - trotz Zollschranken: Die Elektroausfuhren in die Vereinigten Staaten lagen mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro um fast ein Viertel (23,3 Prozent) ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats.
Schwierig bleibt hingegen das GeschÀft in China: Die Exporte sackten erneut ab, im Juli waren es mit 1,8 Milliarden Euro 10,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. "Im Gegensatz zu den Lieferungen in die USA, die sich aufgrund des KI-Booms sowie der inzwischen statistisch weitgehend herausgewachsenen Zoll-Einmaleffekte erholen, entwickelt sich das GeschÀft mit China weiterhin schwach", fasste Gontermann zusammen.
