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WDH: Lawrow in Teheran: Iran hofft auf Diplomatie

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 17:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
(Fehlender Buchstabe "n" in Wort "aufrichtigen", 2.

Absatz, 3. Satz)

TEHERAN (dpa-AFX) - Angesichts der militĂ€rischen Spannungen zwischen Teheran und Washington hofft der Iran auf einen diplomatischen Ausweg. "Die gemeinsame Auffassung Irans, Russlands und vieler anderer LĂ€nder besteht darin, dass die Probleme der Region keine militĂ€rische Lösung haben und durch Diplomatie und politische LösungsansĂ€tze angegangen werden mĂŒssen", sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in der iranischen Hauptstadt.

Zuvor waren Delegationen beider LĂ€nder zusammengekommen, um ĂŒber die Umsetzung bilateraler Abkommen sowie Konsultationen ĂŒber regionale Entwicklungen zu sprechen. Am Abend (Ortszeit) war auch ein Treffen zwischen Lawrow und Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian geplant. Der russische Außenminister sprach laut einer Übersetzung von "ergebnisreichen, offenen und aufrichtigen Verhandlungen". Russland wolle seinen Verpflichtungen im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit treu bleiben.

Die iranische FĂŒhrung befĂŒrchtet derzeit eine neue militĂ€rische Eskalation. Politiker und GenerĂ€le rechneten in den vergangenen Tagen fest mit einem Angriff der USA oder Israels. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte Anfang Oktober allerdings erklĂ€rt, das Land nicht vor den Kongresswahlen am 3. November angreifen zu wollen.

Strategische Partnerschaft seit 2025

FĂŒr die StaatsfĂŒhrung im Iran ist der Kreml ein wichtiger VerbĂŒndeter. Teheran erhofft sich im Iran-Krieg vor allem militĂ€rische UnterstĂŒtzung. Seit Jahren versucht der Iran, moderne Kampfflugzeuge und Flugabwehrsysteme aus Russland zu erwerben. Russlands Möglichkeiten zur militĂ€rischen UnterstĂŒtzung des Irans sind durch den Krieg in der Ukraine jedoch eingeschrĂ€nkt.

Anfang 2025 hatten Russland und der Iran ein Abkommen ĂŒber eine strategische Partnerschaft geschlossen, das unter anderem die militĂ€rische und wirtschaftliche Zusammenarbeit fĂŒr die kommenden 20 Jahre vertiefen soll. Anders als Russlands Abkommen mit Nordkorea enthĂ€lt es jedoch keine Beistandsklausel fĂŒr den Kriegsfall. In den vergangenen Jahren waren beide Staaten angesichts internationaler Isolation enger aneinander gerĂŒckt.

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