WDR-Tarifkonflikt: Gewerkschaft streikt gegen Nullrunde 2026
10.06.2026 - 01:09:25 | boerse-global.de
Mit einem ganztägigen Warnstreik wehren sich die Beschäftigten gegen ein Angebot der Senderspitze, das ihnen einen Reallohnverlust bescheren würde. Im Kern: eine geplante Nullrunde für das laufende Jahr.
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Arbeitskampf im gesamten Sendegebiet
Die Mediengewerkschaft VRFF rief für den gestrigen Montag zu einem 24-stündigen Warnstreik auf. Ab 2:00 Uhr morgens legten Mitarbeiter des WDR und des Beitragsservice (ZBS) die Arbeit nieder. Das Ziel: Druck auf die Senderspitze vor der fünften Verhandlungsrunde, die für den gestrigen Dienstag angesetzt war.
In Köln versammelten sich die Streikenden zwischen 9:00 und 14:00 Uhr am Mausdenkmal. Während des Streiks kam es zu Einschränkungen im Programm. Konkrete Ausfälle wurden im Vorfeld nicht beziffert.
Angebot liegt unter KEF-Empfehlung
Das aktuelle Tarifangebot des WDR hat die Eskalation ausgelöst. Für 2026 sieht die Geschäftsführung keine Gehaltserhöhungen vor. Erst ab Januar 2027 und Januar 2028 sind Steigerungen von jeweils 1,0 Prozent in Aussicht gestellt.
Die VRFF bezeichnete den Vorschlag als unzureichend. Bei einer Inflation von rund 3 Prozent bedeute das Angebot einen Reallohnverlust. Zudem liege der Sender unter den Vorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Diese hatte für die laufende Periode eine Steigerung von 2,46 Prozent empfohlen.
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Finanzlage erlaubt mehr – so die Gewerkschaft
Die Gewerkschaft stützt ihre Forderungen auf die wirtschaftliche Situation des Senders. Laut Berichten zur Haushaltslage weist das Budget des WDR derzeit ein Plus auf. Auch Intendantin Katrin Vernau habe die positive Entwicklung bestätigt.
Die Arbeitnehmervertreter fordern einen Abschluss, der die Teuerungsrate ausgleicht. Die fünfte Verhandlungsrunde war mit offenem Ende angesetzt. Ob es zu einer Annäherung kam, blieb zunächst offen.
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