Weekly, Market

Weekly Market Recap: Weizen, Gold, Öl, Live Cattle

Veröffentlicht: 26.11.2006 um 10:18 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Liebe Leserinnen und Leser, Weizen konnte in der abgelaufenen Handelswoche um fĂŒnf Prozent zulegen, da Spekulationen ĂŒber eine stĂ€rkere Trockenheit in den chinesischen und amerikanischen Anbaugebieten unter den HĂ€ndlern aufkamen. Die aufgrund der verkĂŒrzten Handelswoche am Freitag veröffentlichten Export & Sales kamen mit 361.400 Tonnen ĂŒber die Ticker und lagen damit am unteren der Erwartungsspanne von 350.000 bis 450.000 Tonnen. Das International Grain Council schraubte die globale Produktion der laufenden 2006/2007-er Saison von vorherigen 585,2 Millionen Tonnen auf nun 586,6 Millionen. Nichtsdestotrotz liegt dieser Wert deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 618,4 Millionen Tonnen. BezĂŒglich der AnbauflĂ€che teilte das IGC mit, dass man erwarte, dass die FlĂ€che im Jahr 2007 um vier Prozent ansteigen werde. In den U.S.A. sowie der Ukraine und einigen anderen LĂ€ndern rechnet man mit einer Ausweitung zwischen zehn und 14%. Sollte das Wetter mitspielen, dĂŒrfte die zu erwartende Ernte die VersorgungsengpĂ€sse komplett ausgleichen und die leeren Lager wieder auffĂŒllen. Fazit: Abwarten wie der Markt die Situation bewertet. Derzeit sind die Trockenheiten noch nicht gravierend und können im FrĂŒhling durch RegenfĂ€lle kompensiert werden. Die Kurse sind zudem ein Spiegelbild der Exportnachfrage und diese ging in den letzten Wochen immer weiter zurĂŒck. Bisher wurden erst 58,4% der USDA SchĂ€tzmenge exportiert, verglichen mit durchschnittlich 61,5%. Ein extrem niedriger Dollar versetzte die Notierungen von Kassagold gestern in einen Höhenflug. Mit einem Tagesplus von 9,30$ ging das gelbe Metall aus dem Freitagshandel. Ausschlaggebend fĂŒr den Abverkauf beim Dollar waren BefĂŒrchtungen einer sich abschwĂ€chenden Wirtschaftsleistung (eine Vermutung, die vom Aktienmarkt in keinster Weise widergespiegelt wird) sowie eine sich verringernde Inflation. Dies wĂŒrde zur Folge haben, dass die FED ihren Zinssatz möglicherweise schon sehr bald von derzeit 5,25% auf dann fĂŒnf Prozent und niedriger senken wird. Des weiteren wurde berichtet, dass einige Hedge Fonds ihre Carry Trades aufgelöst haben sollen und dass China derzeit plane mehr seiner Dollarreserven in andere WĂ€hrungen zu diversifizieren. Seitens New Yorker HĂ€ndler wurde berichtet, dass chinesische Juweliere momentan als aggressive KĂ€ufer am Markt auftreten. Fazit: Der Trend ist weiterhin positiv. Zudem ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Zentralbanken vor allem die asiatischen als KĂ€ufer auftreten werden. Nur 1,3% der Devisenreserven in China sind mit Gold gedeckt, in Japan sind es ebenfalls nur 1,8%. Vergleichswerte wĂ€ren 50% in Spanien, 60% in Deutschland, Italien und Frankreich sowie 74% in den U.S.A. Bei Rohöl ist weiterhin kein Trend erkennbar und in Anbetracht der mittlerweile wieder sehr hohen LagerbestĂ€nde ist auch nicht mit einer raschen Fortsetzung der AufwĂ€rtsbewegung zu rechnen. Nicht auszuschließen ist hingegen, dass der Markt auf dem aktuellen Niveau eine angemessene Bewertung gefunden hat und auch weiterhin im Bereich der 60$ verharren wird. Solange keine handfesten Beweise fĂŒr eine Reduktion der angekĂŒndigten 1.200.000 Millionen Barrel seitens der OEPC da sind, ist die weitere Entwicklung eher seitwĂ€rts bis fallend anzusehen. Des weiteren gibt es momentan auch keinerlei geopolitische Spannungen die Phantasie in den Markt bringen könnten. Fazit: Solange keine Impulse kommen wĂŒrde ich dem Markt fernbleiben. Lebendrind in den nahen Monaten Dezember und Februar kĂ€mpft weiterhin mit dem bĂ€rischen USDA Cattle on Feed Report. Aufgrund geringer als erwartet ausgefallener VerkĂ€ufe im Monat Oktober sowie der hohen Anzahl an Tieren die seit mindestens 120 Tagen in der Mast sind, dĂŒrfte der Verkaufsdruck in den nĂ€chsten Wochen auf die KassamĂ€rkte weiter anhalten. Positiv hingegen war der Report fĂŒr die entfernteren Monate da hier mit einem deutlich niedrigeren Angebot an Schlachtrind zu rechnen ist. ZusĂ€tzlich bullische Impulse kommen seitens des Exportes, der weiterhin robust verlĂ€uft jedoch noch immer unter frĂŒheren Höchstwerten aus dem Jahr 2003 notiert (Stichwort: BSE). Des weiteren wird berichtet, dass das Gewicht der Tiere rĂŒcklĂ€ufig ist, was weitere Phantasie aufkommen lĂ€sst. Spreads scheinen hier am geeignetsten zu sein. Fazit: Auf Spreads setzen. LCM07 vs. LCG07 Beste GrĂŒĂŸe Ihr Sebastian Hell

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