Inflation, Umsatz

Inflation lÀsst reale UmsÀtze im Einzelhandel sinken

31.07.2023 - 09:49:46

Weil sie fĂŒr dasselbe Geld weniger bekommen als noch vor einigen Monaten, halten sich Verbraucherinnen und Verbraucher zurĂŒck. Das bekommt der Einzelhandel zu spĂŒren.

Die KonsumzurĂŒckhaltung der Menschen hat dem Einzelhandel in Deutschland im ersten Halbjahr zugesetzt. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) verringerte sich der Umsatz um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Einschließlich Preiserhöhungen (nominal) hatten die HĂ€ndler dagegen 3,6 Prozent mehr in der Kasse als im Vorjahreszeitraum. Die Differenz spiegle das deutlich gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider, erlĂ€utert die Behörde.

Besonders deutlich war die Entwicklung im Lebensmittelhandel. Dort sank der Umsatz im ersten Halbjahr real um 5,8 Prozent, einschließlich Preiserhöhungen wurde ein Plus von 7,6 Prozent verzeichnet. Ursache seien die gestiegenen Nahrungsmittelpreise, die in der ersten JahreshĂ€lfte der stĂ€rkste Preistreiber der Gesamtteuerungsrate gewesen seien, erlĂ€utert die Behörde.

Inflation belastet Verbraucher

In allen Monaten der vergangenen zwei Jahre sanken die reale Erlöse des Lebensmittelhandels demnach gegenĂŒber dem jeweiligen Vorjahresmonat.

Die hohe Inflation ist seit Monaten eine Belastung fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Menschen können sich fĂŒr einen Euro weniger leisten. Sie halten sich zurĂŒck oder greifen zu gĂŒnstigeren Produkten.

Ein Umsatzminus von real 7,3 Prozent und nominal 2,6 Prozent verbuchte im ersten Halbjahr der Internet- und Versandhandel nach dem Boom in der Corona-Pandemie. Ähnlich war die Entwicklung der BaumĂ€rkte mit real minus 6,9 Prozent. Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren erzielte dagegen ein reales Plus von 7,3 Prozent. In der Pandemie waren die UmsĂ€tze der BekleidungsgeschĂ€fte stark gesunken. Sie stabilisierten sich erst nach Aufhebung der Corona-BeschrĂ€nkungen.

@ dpa.de