Umfrage: AttraktivitÀt der EU als Unternehmensstandort ist gesunken
17.04.2024 - 13:13:34 | dpa.deBei einer Befragung habe im Bundesland jedes zweite Unternehmen angegeben, "dass die AttraktivitĂ€t der EU als Unternehmensstandort in den letzten fĂŒnf Jahren gesunken ist", teilte die PrĂ€sidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) in Wiesbaden, Kirsten Schoder-SteinmĂŒller, am Mittwoch mit. Eine hohe BĂŒrokratiebelastung und Regulierungsdichte hĂ€tten "zu einer Verschlechterung der Standortbedingungen gefĂŒhrt."
Schoder-SteinmĂŒller bezog sich dabei auf das bundesweite "Unternehmensbarometer" der Industrie- und Handelskammern (IHK) zur Europawahl am 9. Juni. In Hessen beteiligten sich vom 19. bis 27. Februar rund 300 Unternehmen an der Umfrage.
Die befragten Firmen sahen jedoch auch zahlreiche Vorteile fĂŒr die Wirtschaft in der europĂ€ischen Integration. So stimmten 80 Prozent der Aussage "politische StabilitĂ€t" zu, dicht dahinter folgte der gemeinsame WĂ€hrungsraum (79 Prozent). Weitere wichtige Aspekte waren der Zugang zu europĂ€ischen MĂ€rkten (68 Prozent), einheitliche EU-Normen und -Standards (67 Prozent) sowie weniger Wettbewerbsverzerrungen (65 Prozent). Den geringsten Nutzen zogen die Unternehmen laut Umfrage aus dem Zugang zu europaweiten Finanzierungsmöglichkeiten (31 Prozent).
94 Prozent der in Hessen befragten Unternehmen sprach sich fĂŒr den Abbau von BĂŒrokratie aus. Eine sichere Energieversorgung stuften 67 Prozent als sehr relevant ein, die StĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit 54 Prozent sowie den Schutz von Firmen vor digitalen und analogen Angriffen ebenfalls 54 Prozent. Handlungsdruck fĂŒr weniger HĂŒrden im Binnenmarkt sowie einen besseren Rechtsrahmen fĂŒr neue Technologien oder den Klimaschutz sah jeweils nur etwa jedes vierte Unternehmen.
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