China schlĂ€gt im Handelsstreit mit den USA zurĂŒck
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 12:02 Uhr | dpa.de
Im laufenden Handelsstreit zwischen China und den USA hat die Regierung in Peking mehrere GegenmaĂnahmen verhĂ€ngt. Ein Teil davon ist eine Reaktion auf neue US-ImportbeschrĂ€nkungen wegen des Vorwurfs der Zwangsarbeit in der nordwestchinesischen Region Xinjiang.
Die USA hatten Ende Juli 43 weitere chinesische Unternehmen auf eine Sperrliste gesetzt. Ihre Waren gelten grundsĂ€tzlich als mit Zwangsarbeit hergestellt und dĂŒrfen nicht eingefĂŒhrt werden. Das Pekinger Handelsministerium untersagte Organisationen und Einzelpersonen in China nun die Zusammenarbeit mit sechs US-Unternehmen und Organisationen. Unter den Betroffenen sind Firmen, die Lieferketten auf Verbindungen nach Xinjiang prĂŒfen, sowie Menschenrechtsorganisationen. Peking wirft ihnen vor, die US-Sanktionen unterstĂŒtzt zu haben.
In Xinjiang leben viele Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren. Westliche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen werfen China dort Zwangsarbeit vor. Peking weist dies zurĂŒck.
Strengere Kontrollen fĂŒr Drohnenexporte
In einer separaten Mitteilung kĂŒndigte das Handelsministerium strengere Kontrollen fĂŒr die Ausfuhr bestimmter Drohnen und Bauteile in die USA an. Genehmigungen sollen einzeln und besonders streng geprĂŒft werden. Bisherige Erleichterungen entfallen.Â
In einer weiteren Mitteilung untersagte China GeschĂ€fte mit einem US-Unternehmen, das MaĂnahmen der US-Kommunikationsaufsicht FCC gegen China unterstĂŒtzt haben soll. Die FCC hatte im Dezember die Zulassung neuer auslĂ€ndischer Drohnenmodelle blockiert. Ende Juli blockierte die Behörde zudem die Zulassung neuer im Ausland hergestellter moderner Roboter und vernetzter Wechselrichter. Diese Schritte dĂŒrften sich vor allem gegen chinesische Hersteller richten.Â
Spannungen vor geplantem PrÀsidententreffen
Der Schlagabtausch kommt wenige Wochen vor einem geplanten Treffen der PrĂ€sidenten. US-PrĂ€sident Donald Trump hat fĂŒr den 24. September einen Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping angekĂŒndigt. Beide hatten sich zuletzt im Mai in Peking getroffen. Trotz der Vorbereitungen auf das Treffen verschĂ€rfen beide Seiten erneut ihre BeschrĂ€nkungen fĂŒr Handel und Technologie.
