Job, Jobsuche

Wenn der Karrierestart ins Stottern kommt

04.03.2015 - 11:15:17

Den Uni-Abschluss in der Tasche, garniert mit diversen Praktika und womöglich noch Auslandserfahrung gesammelt. Nun geht’s daran, einen Arbeitsplatz zu finden, schließlich will das Bafög ja auch wieder zurückgezahlt werden.

Aber bei der Jobsuche läuft nichts! So geht es vielen: Bis zu einem Jahr müssen sich Hochschulabsolventen bei Firmen bewerben. Gerade Geistes- und Sozialwissenschaftler haben Probleme damit, nach dem Abschluss einen angemessenen Job zu finden. Und: Selbst gute Zeugnisse und der Abschluss an einer Elite-Uni garantieren keinesfalls einen reibungslosen und schnellen Start in die Karriere.

Viele Bewerbungen, wenig Ertrag

Jährlich legen etwa 400.000 Studenten ihren Abschluss an einer Uni oder Fachhochschule ab. Danach sieht es für Ingenieure oder Informatiker am besten aus, sie finden am schnellsten einen Job. Biologen und Geisteswissenschaftler brauchen dagegen einen deutlich längeren Atem. Die Zeit mit weiteren schlecht oder gar nicht bezahlten Praktika, Aushilfs- oder Minijobs zu überbrücken – das kann ziemlich zermürbend sein.
Bei Unternehmen während der Mitarbeitersuche steht die Berufserfahrung  – mindestens drei Jahre – zumeist an vorderster Stelle. Und Erfahrung kann ein frischgebackener Hochschulabsolvent natürlich nicht vorweisen. Das ewige Bewerbungsschreiben, einhergehend mit vielen, vielen Absagen, sorgt für Jobmüdigkeit noch vor dem Berufseinstieg. 70 bis 80 verschickte Bewerbungen, bevor man endlich eine Anstellung bekommt, sind heute keine Seltenheit. Viele Akademiker müssen versuchen, über einen schlecht bezahlten Praktikumsplatz (900 bis 1.300 Euro im Monat) an eine Festanstellung zu gelangen.

Erster Schritt: Jobbörsen und Vermittlungsagenturen

Eigeninitiative ist also gefragt: Dabei ist der erste Schritt die Registrierung bei einer Online-Jobbörse oder einer Vermittlungsagentur. So lassen sich Kontakte zu Unternehmen knüpfen und die eigene Qualifikation kann möglichst vielen potenziellen Arbeitgebern präsentiert werden. Aber auch große Unternehmen mit freien Stellen, zum Beispiel der Finanzdienstleister Swiss Life, präsentieren sich auf solchen Online-Jobbörsen und mit eigenen Blogs, um Kontakte zu Studienabgängern zu knüpfen.

E-Mail-Bewerbungen auf dem Vormarsch

Mittlerweise bevorzugen viele Firmen eine Bewerbung per E-Mail – und mit den Bewerbungsdokumenten als Anhang. Andere Unternehmen nutzen Online-Bewerbungsportale, um in den Personalabteilungen für eine einfachere Abwicklung des Bewerbungsprozesses zu sorgen. Aber auch für die Hochschulabsolventen vereinfacht sich so die Bewerbung: Kosten und Aufwand für Bewerbungsmappen, Kopien sowie Versand entfallen.

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