Betrug in Unternehmen: TĂ€ter oft eigene Angestellte
03.09.2024 - 13:44:40Bei Wirtschaftsbetrug oder Veruntreuung stehen die Verantwortlichen hĂ€ufig auf der Gehaltsliste des betroffenen Unternehmens. Nur rund jeder zweite Schadensfall mit kriminellem Hintergrund geht auf externe TĂ€ter zurĂŒck, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitgeteilt hat. Alle ĂŒbrigen Taten werden innerhalb der jeweiligen Firma begangen.Â
Dabei sind die SchĂ€den, die kriminelle Angestellte anrichten, deutlich höher als bei externen Taten. «Im Schnitt bringen kriminelle Mitarbeiter ihre Arbeitgeber um rund 125.000 Euro, bevor sie auffliegen», hieĂ es. «Externe Kriminelle kĂ€men im Schnitt auf 80.000 Euro.» Die eigenen BeschĂ€ftigten genössen einen Vertrauensvorschuss und wĂŒssten um die SicherheitslĂŒcken des Unternehmens.Â
GDV hat Tausende SchadensfÀlle ausgewertet
Der GDV hat fĂŒr die Untersuchung eigenen Angaben zufolge insgesamt 4400 SchadensfĂ€lle aus der Vertrauensschadensversicherung ausgewertet.Â
Bei externen Angriffen auf die Unternehmen nutzten die TĂ€ter inzwischen sehr geschickt die Möglichkeiten der kĂŒnstlichen Intelligenz. Damit tĂ€uschten sie etwa falsche IdentitĂ€ten vor. «Manche gehen so weit, dass sie damit in einer Videokonferenz als Vorstand oder GeschĂ€ftsfĂŒhrer auftreten», hieĂ es. BeschĂ€ftigte wĂŒrden den Betrug hĂ€ufig nicht erkennen und auf Veranlassung des vermeintlichen Chefs hohe Summen auf fremde Konten ĂŒberweisen.


