Warnstreik bei der Post verzögert Zustellungen
28.01.2025 - 13:43:00Wegen eines Warnstreiks bei der Deutschen Post ist am Dienstag ein Teil der Briefe und Pakete liegengeblieben. Sie könnten teils nur verzögert abgeholt und ausgeliefert werden, berichtete ein Post-Sprecher. «Wir gehen aber davon aus, dass diese RĂŒckstĂ€nde in den nĂ€chsten Tagen, je nach Ende der StreikaktivitĂ€t vor Ort, zĂŒgig bearbeitet und Sendungen im Laufe dieser Woche ausgeliefert werden können.»
Von den Warnstreiks seien bundesweit rund fĂŒnf Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge an Paket- und Briefsendungen betroffen, sagte der Sprecher weiter. Dem Streikaufruf seien bis zum Dienstagmittag rund 5.000 BeschĂ€ftigte gefolgt. Laut Gewerkschaft Verdi beteiligten sich 8.000 BeschĂ€ftigte in allen BundeslĂ€ndern an dem eintĂ€gigen Warnstreik. «Die Stimmung unter den Streikenden ist gut und sie treten mit Entschlossenheit fĂŒr ihre Forderungen ein», sagte ein Verdi-Sprecher.
Dritte Verhandlungsrunde beginnt am 12. Februar
Verdi hatte BeschĂ€ftigte in GroĂstĂ€dten und gröĂeren StĂ€dten zu den Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft will damit im laufenden Tarifkonflikt den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 12. und 13. Februar angesetzt.Â
Verdi pocht auf ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusĂ€tzliche Urlaubstage. In den Tarifverhandlungen stellt die Post den Spielraum fĂŒr Lohnerhöhungen jedoch als «sehr gering» dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpften und der Investitionsbedarf groĂ sei. In der dritten Runde will die Post aber ein Angebot vorlegen. Das Unternehmen halte die Warnstreiks daher fĂŒr «unnötig, da sie letztlich zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen», sagte der Post-Sprecher.
Die Deutsche Post hat in ihrem Brief- und PaketgeschÀft rund 170.000 TarifbeschÀftigte im Inland. Sie gehört zum Logistikkonzern DHL.


