IG Metall: Konstruktive GesprÀche mit Ford - trotzdem Streik
13.05.2025 - 20:17:55 | dpa.de
Vor dem ersten Streik bei den Kölner Ford-Werken ist etwas Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zwischen dem Management und der IG Metall gekommen, ohne dass es einen Durchbruch gegeben hat. Nach einem kurzfristig anberaumten Treffen der Tarifparteien, in dem die GeschĂ€ftsfĂŒhrung ihre Position dargelegt hat, hieĂ es am Dienstagabend von der IG Metall, das GesprĂ€ch sei konstruktiv gewesen.
Zu Inhalten wollte sich ein Gewerkschaftssprecher nicht Ă€uĂern. Eine Einigung habe es nicht gegeben, am Mittwoch werde daher wie geplant gestreikt. Ende der Woche könnten die GesprĂ€che mit dem Management fortgesetzt werden, sagte der Sprecher der IG Metall.
Erster StreikÂ
Erstmals in der fast hundertjÀhrigen Geschichte der Kölner Ford-Werke GmbH hat die Gewerkschaft zum Streik aufgerufen. Bei den Kölner Ford-Werken sind derzeit noch etwa 11.500 Menschen beschÀftigt. Bis Ende 2027 möchte das Management 2.900 Stellen streichen. Dagegen lÀuft die Gewerkschaft Sturm: Sie wirft der Firmenspitze eine Konzeptlosigkeit vor, mit der der Fortbestand der Deutschlandtochter des US-Konzerns gefÀhrdet sei.
Die IG Metall fordert hohe Abfindungen fĂŒr diejenigen, die freiwillig die Firma verlassen, und finanzielle Sicherheiten fĂŒr diejenigen, die bleiben und spĂ€ter in einem möglichen Insolvenzfall trotzdem ihre Jobs verlieren könnten. So eine Insolvenz ist bislang nur reine Theorie. Durch die AufkĂŒndigung einer Regelung des US-Mutterkonzerns, der fĂŒr seine Deutschlandtochter gebĂŒrgt hatte, ist so eine Insolvenz inzwischen aber möglich - vorher war sie es nicht. Deshalb fordert die IG Metall einen speziellen finanziellen Schutzschirm fĂŒr BeschĂ€ftigte.
Ford produziert in Köln zwei neue Elektro-Automodelle, deren Verkauf unter den Erwartungen liegt. Die Firma ist deswegen stark unter Druck.
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