EU-Abgeordnete fĂŒr Recht auf freies HandgepĂ€ck bei FlĂŒgen
21.01.2026 - 13:20:03FluggĂ€ste sollen nach dem Willen des EuropĂ€ischen Parlaments ein Recht auf ein freies HandgepĂ€ckstĂŒck erhalten. DafĂŒr sprachen sich die Abgeordneten mit groĂer Mehrheit fraktionsĂŒbergreifend aus. Bevor neue Regeln in Kraft treten können, muss allerdings noch ein Kompromiss mit den EU-Staaten gefunden werden.Â
FluggĂ€ste sollen dem Vorschlag des Parlaments zufolge kĂŒnftig ohne zusĂ€tzliche Kosten einen persönlichen Gegenstand (etwa eine Handtasche, einen Laptop oder einen Rucksack) sowie ein kleines HandgepĂ€ckstĂŒck mit an Bord nehmen dĂŒrfen. Das HandgepĂ€ckstĂŒck soll nicht mehr als sieben Kilogramm wiegen und alle drei KantenmaĂe (LĂ€nge, Breite und Tiefe) zusammengerechnet nicht mehr als 100 Zentimeter lang sein. Bisher erlauben manche Airlines als kostenloses HandgepĂ€ck nur einen sehr kleinen Gegenstand, fĂŒr alles andere muss extra gezahlt werden.Â
Geld fĂŒr VerspĂ€tungen
Das Parlament will auĂerdem, dass Reisende bei VerspĂ€tungen Ă€hnlich entschĂ€digt werden wie bisher. Der Vorschlag sieht bei VerspĂ€tungen ab drei Stunden oder FlugausfĂ€llen folgende Stufen vor:Â
- 300 Euro bei 1.500 Kilometer Entfernung (bisher: 250 Euro)
- 400 Euro bei bis zu 3.500 Kilometer Entfernung (bisher: 400 Euro)
- 600 Euro bei mehr als 3.500 Kilometer Entfernung (bisher: 600 Euro)
Voraussetzung ist, dass die Airline die VerspĂ€tung zu verschulden hat. Ausgenommen wĂ€ren nach der Vorstellung der Abgeordneten etwa Krieg, bestimmte Wetterbedingungen und Naturkatastrophen.Â
Minister wollen erst bei vier Stunden VerspÀtung EntschÀdigung
Die Mehrheit der EU-Verkehrsminister hatte sich dagegen im Juni dafĂŒr ausgesprochen, dass FluggĂ€ste kĂŒnftig erst ab vier Stunden VerspĂ€tung entschĂ€digt werden und mit je nach Entfernung niedrigeren BetrĂ€gen.Â
Um die Regelungen festzuschreiben, muss ein Kompromiss gefunden werden. Die Beteiligten versuchen schon seit Jahren, sich zu einigen - bisher erfolglos.


