Finanzbehörde fragt UmsÀtze von 56.000 Airbnb-Nutzern ab
06.07.2023 - 12:54:56Die Hamburger Finanzbehörde hat zu Kontrollzwecken bei einem internationalen Vermittlungsportal fĂŒr private FerienunterkĂŒnfte Buchungsdaten von rund 56.000 Anbietern aus ganz Deutschland abgefragt. Insgesamt gehe es um UmsĂ€tze von ĂŒber einer Milliarde Euro, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Daten wĂŒrden nun zur weiteren ĂberprĂŒfung an die jeweils zustĂ€ndigen Steuerverwaltungen der BundeslĂ€nder verteilt. Nach dpa-Informationen handelt es sich um Daten des US-Unternehmens Airbnb.
Hamburg hatte bereits 2020 in Rahmen eines sogenannten internationalen Gruppenersuchens eine höchstrichterliche Entscheidung zur Herausgabe der Daten erstritten. Die Auswertung der UmsĂ€tze von 8000 deutschen Anbietern im Umfang von 137 Millionen US-Dollar habe 2021 und 2022 bundesweit zu zusĂ€tzlichen Steuereinnahmen in Höhe von vier Millionen Euro gefĂŒhrt, hieĂ es. Allein fĂŒr Hamburg hĂ€tten die Nachforderungen bei 706.000 Euro an Einkommen- und gegebenenfalls Umsatzsteuer sowie 195.000 Euro Kultur- und Tourismustaxe gelegen.
Die HartnĂ€ckigkeit der Steuerfahndung Hamburg haben sich schon damals ausgezahlt, konstatierte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). «Durch die erneute Datenanforderung wird die Aufdeckung von unversteuerten VermietungseinkĂŒnften konsequent fortgefĂŒhrt.» FĂŒr «steuerunehrliche» Vermieterinnen und Vermieter sei das Entdeckungsrisiko deutlich gestiegen.


