WDH / DGB-Chefin fordert mehr VĂ€termonate beim Elterngeld
19.05.2025 - 14:35:54(Wiederholung: Fehlender Buchstabe im 1. Absatz ergÀnzt)
BERLIN (dpa-AFX) - Nach Ansicht der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi sollte es mehr Anreize geben, damit unbezahlte Sorgearbeit zwischen MÀnnern und Frauen fairer verteilt wird. Das könnte gelingen, "indem es zum Beispiel beim Elterngeld mehr VÀtermonate und zehn Tage frei nach der Geburt eines Kindes gibt. Auch steuerliche Anreize können dies fördern", sagte Fahimi dem "Tagesspiegel".
Nimmt nur die Mutter nach der Geburt des Kindes Elternzeit, der Vater aber nicht, kann sie in der Regel höchstens zwölf Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Nehmen aber beide Eltern Elternzeit, bekommt das Paar fĂŒr zwei zusĂ€tzliche Monate - die sogenannten VĂ€termonate - Elterngeld gezahlt.
Reaktion auf ĂuĂerungen der Arbeitsministerin
Fahimi reagiert damit auf einen VorstoĂ von Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD), die auf die Schaffung besserer Arbeitsbedingungen fĂŒr Frauen pochte, um deren ErwerbstĂ€tigkeit zu steigern. "Die Arbeitgeber mĂŒssen die Arbeitswelt so gestalten, dass mehr MĂŒtter in Vollzeit arbeiten können", hatte Bas "Bild am Sonntag" gesagt.
Fahimi lobte: "Der VorstoĂ der Arbeitsministerin geht in die richtige Richtung." UnerwĂ€hnt bleiben dĂŒrfe aber nicht, dass Frauen zwar weniger Lohnarbeit, gleichzeitig aber einen deutlich höheren Anteil an unbezahlter Sorgearbeit leisteten. "Letztlich bleibt es dabei, dass die Gestaltung der Arbeitszeit eine hochindividuelle Entscheidung ist und es mehr Anreize fĂŒr eine bessere Aufteilung zwischen den Geschlechtern braucht", sagte Fahimi.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vergangene Woche in seiner ersten RegierungserklĂ€rung die BĂŒrger auf eine "gewaltige Kraftanstrengung" eingeschworen, um das Land wieder wettbewerbsfĂ€higer zu machen. "Wir mĂŒssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten", betonte er.

