Habeck besorgt nach AnkĂŒndigung von US-Zöllen
26.11.2024 - 11:58:53 | dpa.deAm Ende wĂŒrden alle verlieren, auch die USA, sagte der GrĂŒnen-Politiker auf einer Industriekonferenz in Berlin. Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zuvor zusĂ€tzliche Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada sowie zusĂ€tzliche Zölle auf Waren aus China angekĂŒndigt.
Habeck sagte, er kenne nur die Aussagen Trumps aus dem Wahlkampf und werde nicht spekulieren, wie es weitergehe. "Wobei natĂŒrlich die Entscheidungen der letzten Nacht möglicherweise einen Hinweis geben, dass das alles sehr ernst gemeint ist." Die EU mĂŒsse darauf geschlossen reagieren, "sich nicht zerlegen in zwei oder drei LĂ€nderblöcke, sondern als Europa gemeinsam sprechen", forderte Habeck.
Trump hat bereits mit höheren Zöllen fĂŒr Importe gedroht - auch aus Europa. Das könnte die exportstarke deutsche Wirtschaft schwer treffen. "Wir sind stĂ€rker, wenn wir kooperieren, und wir schwĂ€chen uns, wenn wir konkurrieren, beziehungsweise so konkurrieren, dass wir jeweils die ökonomische Substanz der anderen LĂ€nder schwĂ€chen", sagte Habeck.
Industrie: Trump-PlÀne sind Weckruf
"Trumps PlĂ€ne zu neuen Zöllen haben heute Nacht Nordamerika, Kanada, Mexiko getroffen, haben China getroffen", sagte der PrĂ€sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm. "Wir können im Prinzip darauf warten, bis die EU, bis Deutschland auf der Liste erscheinen. Das wĂŒrde uns massiv schaden."
Es werde allerdings auch, davon sei er fest ĂŒberzeugt, der US-Wirtschaft massiv schaden. Die PlĂ€ne Trumps wĂŒrden den Wettbewerbsdruck auf Deutschland und Europa zusĂ€tzlich erhöhen. "Deswegen muss dieser Weckruf auch nach BrĂŒssel gehen, auch an die EU", sagte Russwurm.
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