Giffey: Klimaschutz ist Chance fĂŒr die Wirtschaft
21.12.2025 - 13:50:14Die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hat die Bundesregierung aufgefordert, ihren Ton in der Debatte ĂŒber Klimaschutz und Energiewende zu Ă€ndern. Die Darstellung, Klimaschutz sei vor allem eine Belastung fĂŒr die Wirtschaft, sei falsch, sagte die SPD-Politikerin im Podcast «Das Klima-Labor» von ntv. «Wir werden nicht trotz, sondern wegen Klimaschutz wirtschaftlich erfolgreich sein.»Â
Giffey widersprach damit jĂŒngsten ĂuĂerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der der Konjunktur Vorrang vor Umweltpolitik eingerĂ€umt und vor wirtschaftlichen Risiken gewarnt hatte. Auch die Kritik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an den Kosten der Energiewende könne sie nicht nachvollziehen. Investitionen in erneuerbare Energien und Netze aus SpargrĂŒnden infrage zu stellen, sei kurzsichtig, so Giffey. «Das ist so Ă€hnlich, als wĂŒrde man nicht in die Zukunft investieren, um Geld zu sparen.»Â
Giffey: LĂ€nder wollen keine RĂŒckschritte
Nach Angaben der Senatorin stöĂt der Kurs der Bundesregierung auch in den LĂ€ndern auf Skepsis. Bei der Energieministerkonferenz hĂ€tten die LĂ€nder deutlich gemacht, dass sie keine RĂŒckschritte bei der Energiewende wollten. Viele Regionen hĂ€tten sich auf diese Politik eingestellt und nutzten deren Potenziale bereits. Unternehmen entwickelten darauf aufbauend neue GeschĂ€ftsmodelle, etwa in den Bereichen Effizienz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. «Das muss ohne Wackeln weitergehen», forderte Giffey.Â
Förderprogramme seien dabei ein zentrales Instrument, um Investitionen auszulösen. Ziel sei es, Anreize zu setzen, damit sich neue Technologien durchsetzten und langfristig wirtschaftlich trĂŒgen. Förderungen mĂŒssten regelmĂ€Ăig ĂŒberprĂŒft werden, grundsĂ€tzlich sei es aber richtig, Transformation aktiv zu unterstĂŒtzen.Â
Giffey verwies auf die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin sowie auf wachsende Zukunftsbranchen wie Green Tech, Start-ups und KĂŒnstliche Intelligenz. Viele von ihnen beschĂ€ftigten sich mit ökologischen Themen - «nicht aus Altruismus, sie möchten ein GeschĂ€ftsmodell aufbauen. Das mĂŒssen wir unterstĂŒtzen».





