Wohngeld-Korrektur: Destatis aktualisiert Angaben zu 1,3 Millionen Haushalten
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Statistische Bundesamt hat eine formale Korrektur seiner Berichterstattung zu den WohngeldempfĂ€ngern im Jahr 2025 vorgenommen. In einer am 25. September 2026 aktualisierten Fassung der entsprechenden Pressemitteilung wies die Behörde auf notwendige Anpassungen im zweiten Absatz des ursprĂŒnglichen Dokuments hin. Die korrigierten Stellen wurden in der auf dem offiziellen Portal destatis.de bereitgestellten Mitteilung fett hervorgehoben.
Trotz der inhaltlichen PrĂ€zisierung bestĂ€tigen die Daten einen historischen Höchststand beim Wohngeldbezug in der Bundesrepublik. Zum Ende des Jahres 2025 erhielten rund 1,3 Millionen Haushalte diese staatliche UnterstĂŒtzung. Dies entspricht einer Zunahme um 7,2 Prozent oder rund 90.000 Haushalte im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichte die Zahl der EmpfĂ€nger den höchsten Stand seit dem Beginn der statistischen Zeitreihe im Jahr 2005. Der Anteil der Wohngeldhaushalte an allen privaten Haushalten stieg von 3,0 Prozent Ende 2024 auf 3,2 Prozent an.
Rekordwerte bei den staatlichen Gesamtausgaben
Parallel zu den steigenden Haushaltszahlen verzeichnete das Bundesministerium fĂŒr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen einen deutlichen Aufwuchs der finanziellen Mittel. Die Wohngeldausgaben stiegen von 4.689 Millionen Euro auf 4.992 Millionen Euro an, was einer Steigerung von 6,4 Prozent entspricht. Auch in diesem Bereich handelt es sich um die höchsten Werte seit Beginn der Erfassung im Jahr 2005.
Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch pro Haushalt erhöhte sich zum Ende des Jahres 2025 um 3,1 Prozent auf 296 Euro. Die Kosten fĂŒr diese Leistungen werden gemÀà der gesetzlichen Grundlage jeweils zur HĂ€lfte vom Bund und von den LĂ€ndern getragen. Das Wohngeldgesetz selbst ist bereits seit dem 1. April 1965 in Kraft.
Demografische Struktur der EmpfÀngerhaushalte
Ein signifikanter Teil der UnterstĂŒtzung entfĂ€llt auf Ă€ltere Menschen. In 51 Prozent der Wohngeldhaushalte, was etwa 682.000 Einheiten entspricht, waren Rentner oder PensionĂ€re die Haupteinkommenspersonen.
Ende 2025 erhielten rund 1,3 Millionen Haushalte Wohngeld â der höchste Stand seit Beginn der Erfassung 2005, im Schnitt 296 Euro pro Monat. Ob Ihr Haushalt dazugehört, hĂ€ngt von Einkommen, HaushaltsgröĂe und Wohnort ab. Unser kostenloser Leitfaden fĂŒhrt Sie in drei Schritten durch die PrĂŒfung und den Antrag. Wohngeld-Anspruch jetzt in 3 Schritten prĂŒfen
Innerhalb dieser Gruppe stellten Alleinstehende mit 85 Prozent (581.000 Haushalte) die deutliche Mehrheit dar. Gleichzeitig lebten in 39 Prozent der unterstĂŒtzten Haushalte, insgesamt 519.000, Kinder unter 25 Jahren.
Hinsichtlich der Wohnform zeigt die Statistik, dass 82 Prozent der EmpfĂ€nger (1,1 Millionen) als Hauptmieter lebten. Weitere 10 Prozent (132.000) waren in Heimen untergebracht, wĂ€hrend 7 Prozent (91.000) der Haushalte als EigentĂŒmer einen Lastenzuschuss erhielten.
Regionale DisparitÀten bei Bezugsdichte und Anspruchshöhe
Bei der Betrachtung der BundeslÀnder zeigen sich erhebliche Unterschiede. Den stÀrksten Zuwachs an Wohngeldhaushalten verzeichnete Schleswig-Holstein mit einem Plus von 12,9 Prozent, wÀhrend Berlin mit einem Anstieg von 1,7 Prozent die geringste VerÀnderung aufwies.
Zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Hessen liegen beim durchschnittlichen Wohngeldanspruch ĂŒber 120 Euro Unterschied â und die Bezugsquote reicht von 1,9 Prozent in Bayern bis 5,8 Prozent im Nordosten. Wer die regionalen Regeln kennt, verliert kein Geld. Die Vergleichstabelle zeigt, welche Werte in Ihrem Bundesland gelten. Regionale Wohngeld-Tabelle jetzt anfordern
Die höchste Quote an WohngeldempfÀngern wurde in Mecklenburg-Vorpommern mit 5,8 Prozent aller Haushalte registriert. Dieser Wert liegt mehr als dreimal so hoch wie in Bayern, wo lediglich 1,9 Prozent der Haushalte Wohngeld bezogen.
Auch die Höhe der finanziellen UnterstĂŒtzung variierte regional stark. Der durchschnittliche Anspruch reichte von 217 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 339 Euro in Hessen. Als wesentlicher Grund fĂŒr den allgemeinen Anstieg der Haushaltszahlen gilt die gesetzlich vorgeschriebene turnusmĂ€Ăige Anpassung des Wohngeldes an die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung.
