Baugenehmigungen, EinfamilienhÀusern

Mehr Baugenehmigungen nur bei EinfamilienhÀusern

18.08.2025 - 08:44:15

Wohnungen sind vor allem in den BallungsrÀumen weiterhin ein knappes Gut. Neu genehmigt wird allerdings vor allem ein Wohnungstyp, der besser ins Umland passt.

Die Behörden in Deutschland haben im ersten Halbjahr rund 110.000 neue Wohnungen genehmigt. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, damals war ein Tiefstand seit 2010 erreicht worden. Das berichtet das Statistische Bundesamt. In der Zahl sind neben Neubauten auch zusÀtzliche Wohnungen in bereits bestehenden GebÀuden enthalten. 

Der AufwĂ€rtstrend beim Neubau wurde nahezu ausschließlich mit zusĂ€tzlich genehmigten EinfamilienhĂ€usern erreicht. Ihre Zahl stieg im Halbjahresvergleich um 14,1 Prozent auf 21.300 Einheiten. In neuen ZweifamilienhĂ€usern ging die Zahl der genehmigten Wohnungen um 8,3 Prozent auf 6.000 zurĂŒck. Bei den eigentlich zur Linderung der Wohnungsknappheit besonders wichtigen MehrfamilienhĂ€usern Ă€nderte sich die Lage kaum. Hier wurden 57.300 Wohnungen neu genehmigt.

Die Zahl der Neugenehmigungen gibt einen ersten Hinweis auf die zu erwartende BautÀtigkeit. Allerdings werden die Projekte nicht alle umgesetzt oder erst mit Verzögerung angegangen. Im vergangenen Jahr wurden nur noch 251.900 Wohnungen fertiggestellt und damit so wenige wie seit 2015 nicht mehr. Die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung hat sich seit 2020 um 6 Monate auf durchschnittlich 26 Monate verlÀngert. 

Von einer Trendwende beim Wohnungsbau fehle jede Spur, beklagt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und verlangt zusĂ€tzliche Fördermaßnahmen, die in den aktuellen Haushalten beschlossen werden mĂŒssten. «Es gibt derzeit keinen Impuls, der den Wohnungsbau aus der Krise holen könnte», sagt HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Felix Pakleppa. Der Hauptverband der Bauindustrie mahnt zusĂ€tzlich, dass in den BallungsrĂ€umen deutlich mehr Bauland ausgewiesen werden mĂŒsse.

@ dpa.de