Wohnungsvergabe Berlin: AfD fordert Punktesystem für Mieter
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 21:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kristin Brinker, die Spitzenkandidatin der AfD für Berlin, hat sich für eine grundlegende Änderung bei der Vermietung von landeseigenen Wohnungen ausgesprochen. In einem Gespräch mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) bekräftigte sie ihre Forderung, die Vergabe von freistehendem Wohnraum durch die städtischen Wohnungsbaugesellschaften künftig über ein Punktesystem zu regeln.
Kriterien für die Wohnungsvergabe nach Berliner Wohndauer und Beruf
Das von Brinker vorgeschlagene Modell sieht vor, dass Mietinteressenten nach fest definierten Kriterien bewertet werden. Zu diesen Faktoren gehören laut der Politikerin unter anderem die Anzahl der Jahre, die eine Person bereits in Berlin gemeldet ist. Zudem sollen die Ausübung bestimmter Berufe sowie verschiedene Sozialkriterien in die Bewertung einfließen.
Das Ziel dieses Systems sei es, die Wohnungsvergabe nach objektiven Merkmalen zu steuern. Wer in der Summe die meisten Punkte erreiche, solle nach Brinkers Vorstellungen am ehesten einen Anspruch auf die Wohnungen der landeseigenen Gesellschaften haben. Damit zielt der Vorschlag darauf ab, langjährige Berliner Bürger sowie Berufsgruppen, die für die Infrastruktur der Stadt von Bedeutung sind, bei der Vergabe von knappen Kapazitäten bevorzugt zu behandeln.
Neubau und Privatisierung als weitere Säulen der Immobilienstrategie
Neben der Reform der Vergabepraxis setzt die AfD-Politikerin auf weitere Maßnahmen, um die angespannte Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt zu adressieren. Brinker forderte in diesem Zusammenhang verstärkte Anstrengungen im Bereich des Neubaus.
Wer in Berlin eine Wohnung bei den landeseigenen Gesellschaften sucht, steht oft vor undurchsichtigen Vergabekriterien. Ein neuer Vorstoß will die Vergabe künftig über ein Punktesystem steuern — nach Wohndauer, Beruf und Sozialkriterien. Unser kostenloser Guide erklärt, wie das Modell gedacht ist und wo Sie Punkte sammeln könnten. Jetzt kostenlosen Wohnungs-Guide anfordern
Ein weiterer zentraler Punkt der dargelegten Strategie ist die Förderung von Wohneigentum innerhalb des vorhandenen Bestands. Die AfD strebe demnach an, den Verkauf von Wohnungen der landeseigenen Gesellschaften an die jeweiligen Mieter zu ermöglichen. Durch diese Privatisierung im Bestand soll den Bürgern ermöglicht werden, langfristiges Eigentum zu bilden, anstatt dauerhaft in Mietverhältnissen zu verbleiben.
Medienformat zur Berliner Wohnungspolitik
Die Äußerungen Brinkers fielen im Rahmen der Sendung „Ihr Plan, Frau Brinker?“, die vom rbb24 ausgestrahlt wurde. In dem Format, das sich den politischen Vorhaben der Spitzenkandidaten widmet, stellte sich die Politikerin den Fragen von Moderator Volker Wieprecht. Die Sendung, die thematisch im Bereich Gesellschaft und Politik angesiedelt ist, wurde für den Zeitraum von 22:15 Uhr bis 22:35 Uhr angesetzt.
Steigende Mieten, kaum Eigentum: Für viele Berliner bleibt die Mietwohnung Dauerzustand. Ein politischer Vorstoß will den Verkauf von Landeswohnungen an die eigenen Mieter ermöglichen — damit aus Miete langfristig Eigentum wird. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, wie dieser Weg gedacht ist und was Mieter jetzt wissen sollten. Leitfaden zum Mieterkauf jetzt sichern
Mit diesem Vorstoß positioniert sich Brinker in der Debatte um den Umgang mit dem städtischen Wohnungsbestand. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften verwalten einen erheblichen Teil des preisgebundenen Wohnraums in Berlin, weshalb die Kriterien für deren Belegung regelmäßig Gegenstand politischer Auseinandersetzungen sind.
Der Vorschlag für ein Punktesystem markiert dabei eine Abkehr von bisherigen Vergabeverfahren und setzt stattdessen auf eine Gewichtung nach Aufenthaltsdauer und beruflicher Qualifikation.
