WandelWerker Consulting GmbH: Warum die rĂŒcklĂ€ufige Zahl der ArbeitsunfĂ€lle in Deutschland kein Grund zur Freude ist
28.05.2024 - 09:29:08 | presseportal.de
UnfĂ€lle passieren - was hĂ€ufig so lapidar dahingesagt wird, ist fĂŒr viele Unternehmen der Alltag. Trotz zahlreicher Sicherheitsvorkehrungen kommt es immer wieder zu ArbeitsunfĂ€llen. Sobald der Arbeitnehmer aufgrund dieses Vorfalls mehr als drei Tage ausfĂ€llt, muss der Betrieb den Arbeitsunfall der jeweils zustĂ€ndigen Berufsgenossenschaft melden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV wiederum fragt diese Daten bei den Berufsgenossenschaften ab und fĂŒhrt sie in einem Jahresbericht zusammen. Die neuesten Zahlen geben Anlass zur Freude, denn es konnte ein RĂŒckgang bei den ArbeitsunfĂ€llen verzeichnet werden. "Jeder Arbeitsunfall, der verhindert werden kann, ist ein Erfolg fĂŒr den Arbeitsschutz und die Unternehmen. Es wĂ€re zwar schön, wenn die Zahlen stimmen wĂŒrden, allerdings sehe ich diese Statistik eher kritisch", relativiert Sicherheitsingenieur Stefan Ganzke von der WandelWerker Consulting GmbH.
"In Deutschland wird ein Arbeitsunfall erst nach ĂŒber drei Tagen Ausfallzeit meldepflichtig. Manche Unternehmen nutzen diese Regelung, um die Meldung an die Berufsgenossenschaft zu umgehen", fĂŒhrt der Experte weiter aus. Zusammen mit der Sicherheitsingenieurin Anna Ganzke leitet er die WandelWerker Consulting GmbH, mit der sie Unternehmen bei der systematischen und nachhaltigen Reduzierung von ArbeitsunfĂ€llen unterstĂŒtzen.
Statistik: So viele ArbeitsunfÀlle haben sich 2023 ereignet
Laut DGUV kam es 2023 zu 785.164 meldepflichtigen ArbeitsunfÀllen - 717.566 davon fanden im gewerblichen Sektor statt, die restlichen 67.598 ereigneten sich im öffentlichen Sektor. Auch die Zahl der tödlich endenden UnfÀlle am Arbeitsplatz ist gesunken: 2023 mussten 390 solcher Tragödien gemeldet werden - 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Insgesamt entspricht dies einem RĂŒckgang der UnfĂ€lle am Arbeitsplatz um 0,3 Prozent im Vergleich zu 2022. Deutlich beeindruckender ist der Vergleich mit dem Jahr 2019. Damals kam es zu ĂŒber 100.000 ArbeitsunfĂ€llen mehr. Von 2019 bis 2023 gab es demnach einen RĂŒckgang von mehr als zehn Prozent - ein beeindruckendes Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit in den Jahren zuvor nicht erzielt werden konnte.
Deshalb sind diese Zahlen kritisch
Auf den ersten Blick erscheinen diese Zahlen - vor allem der deutliche RĂŒckgang der ArbeitsunfĂ€lle im Vergleich zu 2019 - fantastisch. Gerade die massive Reduzierung ist jedoch auch der Grund dafĂŒr, dass viele Experten skeptisch sind. Eine solche Entwicklung wĂ€re zwar wĂŒnschenswert, ist in so kurzer Zeit jedoch nicht realistisch. Es muss eher davon ausgegangen werden, dass einige Unternehmen viel Energie darin investieren, dass die Meldungen an die Berufsgenossenschaften nach ArbeitsunfĂ€llen gering ausfallen. Doch warum tun sie das?
Einerseits stehen Unternehmen heute auch bei der Anzahl an ArbeitsunfĂ€llen in einem direkten Vergleich mit anderen Marktbegleitern. Selbst intern wird ein kritischer Vergleich zwischen den unterschiedlichen Betriebsstandorten vollzogen. Dieser Vergleichsdruck fĂŒhrt dazu, dass das ein oder andere Unternehmen beispielsweise LeichtarbeitsplĂ€tze schafft, um eine Ausfallzeit von mehr als drei Tagen zu verhindern. In einigen seltenen FĂ€llen ist der Unfall ebenfalls zu Hause passiert. Andererseits fĂŒhren auch Zielsetzungen fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte und Mitarbeiter zum Verschleiern von ArbeitsunfĂ€llen. Gerade wenn finanzielle Belohnungen beim Erreichen von null ArbeitsunfĂ€llen winken, sinkt oftmals die Motivation zum Melden von ArbeitsunfĂ€llen, sofern es sich vermeiden lĂ€sst. Die Folge: Viele ArbeitsunfĂ€lle bleiben unbemerkt und können nicht sachgemÀà nachbereitet werden.
Lösung: So sollten Betriebe mit ArbeitsunfÀllen umgehen
Fest steht: Es braucht weniger gut gemeinte MaĂnahmen, die zur Senkung der Meldemoral von ArbeitsunfĂ€llen fĂŒhren, sondern vielmehr einen ehrlichen und offenen Umgang mit solchen VorfĂ€llen. Mit jedem gemeldeten Unfall besteht fĂŒr Unternehmen die groĂe Chance, durch eine Unfallanalyse samt Ableitung von neuen MaĂnahmen eine Wiederholung desselben Unfalls zu vermeiden. Hierbei empfiehlt es sich, die BeschĂ€ftigten aktiv einzubinden, weil diese den besten Ăberblick ĂŒber die Risiken am Arbeitsplatz besitzen. Diese Vorgehensweise sorgt nicht nur fĂŒr bestmögliche SchutzmaĂnahmen, sondern fĂŒhrt auch zu einer höheren Akzeptanz in der Belegschaft.
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