Deutschland, Gastgewerbe

Verband: Gastgewerbe braucht mehr zusÀtzliche Mitarbeiter

21.07.2023 - 04:35:58

Zahlreiche Restaurants streichen aufgrund des FachkrĂ€ftemangels inzwischen ihr Angebot zusammen, immer öfter gibt es Ruhetage, weil keine Mitarbeiter verfĂŒgbar sind. Der Hotel- und GaststĂ€ttenverband hat aber noch Hoffnung.

In den Hotels und GaststĂ€tten in Deutschland fehlen nach Ansicht das Branchenverbands Dehoga derzeit mehr als 65.000 Mitarbeiter. «Der Mitarbeitermangel gehört laut den monatlichen Dehoga-Umfragen regelmĂ€ĂŸig zu den grĂ¶ĂŸten Herausforderungen fĂŒr die Betriebe», teilte der Verband der Deutschen Presse-Agentur mit.

«Die Bundesagentur fĂŒr Arbeit meldet fĂŒr Juni 33.160 offene Stellen im Gastgewerbe. Wir gehen allerdings davon aus, dass der tatsĂ€chliche Bedarf mindestens doppelt so hoch ist, da viele Betriebe ihre freien ArbeitsplĂ€tze nicht mehr bei den Arbeitsagenturen beziehungsweise Jobcentern melden», sagte Dehoga-Arbeitsmarktexpertin Sandra Warden.

Forderung des Verbands

Die SchÀtzung untermauerte Warden mit einem Blick auf die Zahlen von Juni 2019: Damals waren fast 40.000 freie Stellen gemeldet. «Und wie wir wissen, hat sich das Problem seitdem (in Folge der Corona-Pandemie) immens verschÀrft», sagte Warden. «Gerade jetzt in der Urlaubssaison und der damit verbundenen erhöhten Nachfrage in den touristischen Destinationen steigt der Bedarf weiter.»

Die Gastronomie-Betriebe reagieren inzwischen vielfĂ€ltig auf die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. «Es gibt Betriebe, die sich daher gezwungen sehen, ihre Öffnungszeiten zu verkĂŒrzen, Ruhetage einzufĂŒhren oder das Angebot der Speisekarte zu konzentrieren», sagte Warden. In einigen GaststĂ€tten war zuletzt auch zu beobachten, dass mehr auf Selbstbedienung gesetzt wird statt eines kompletten Services am Tisch.

Beim Dehoga gibt es aber die Hoffnung, dass die Branche schnell von den Möglichkeiten der reformierten Einwanderung wie auch der erleichterten BeschĂ€ftigung von GeflĂŒchteten profitieren kann. Zudem fordert die Verband eine Offensive fĂŒr die duale Ausbildung und mehr WertschĂ€tzung fĂŒr praktische Berufe und TĂ€tigkeiten.

@ dpa.de