Zalando-Konflikt: Einigungsstelle verhandelt über 100-Millionen-Lücke
24.06.2026 - 03:19:43 | boerse-global.de
Das Gremium soll den festgefahrenen Konflikt um die Schließung des Zalando-Logistikzentrums lösen. Rund 2.100 Beschäftigte sind betroffen.
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Millionen-Kluft zwischen den Parteien
Die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung waren am 20. Juni ohne Ergebnis geplatzt. Der Grund: Die finanziellen Vorstellungen liegen meilenweit auseinander. Während die Arbeitnehmerseite ein Abfindungsvolumen von rund 100 Millionen Euro fordert, bietet Zalando nur etwa 30 Millionen Euro.
Die Einigungsstelle steht unter Vorsitz eines ehemaligen Arbeitsrichters. Seine Aufgabe: zwischen den Fronten vermitteln und einen rechtlich bindenden Interessenausgleich sowie einen Sozialplan erarbeiten. Beide Seiten betonten vorab, dass die Positionen in Kernfragen weiterhin extrem weit auseinanderliegen.
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Enge Zeitvorgabe bis zur Schließung
Der Zeitplan ist ambitioniert. Insgesamt sind vier Sitzungstermine in Erfurt angesetzt. Bis zur letzten geplanten Runde am 9. Juli soll eine Einigung stehen. Das Ziel: den Betroffenen Planungssicherheit geben, bevor der Betrieb im Herbst endgültig eingestellt wird.
Zalando hält an seinem Schließungsplan fest. Das Logistikzentrum soll Ende September 2026 dichtmachen. Das Unternehmen hatte die Entscheidung bereits früher kommuniziert – die Arbeitnehmervertreter kämpfen seither um eine umfassende finanzielle Absicherung für die Belegschaft.
