Zölle, Donald Trump

EU-Kommission pocht auf vereinbarte Obergrenze bei US-Zöllen

22.02.2026 - 18:06:04 | dpa.de

Zoll-Chaos: Das oberste Gericht in den USA schiebt Donald Trumps Zollpolitik einen Riegel vor. Der US-PrĂ€sident legt daraufhin nach. Aus BrĂŒssel kommt eine Warnung.

ZunĂ€chst kĂŒndigte US-PrĂ€sident Trump am Freitag einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent an - um ihn dann am Folgetag auf 15 Prozent hochzusetzen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
ZunĂ€chst kĂŒndigte US-PrĂ€sident Trump am Freitag einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent an - um ihn dann am Folgetag auf 15 Prozent hochzusetzen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Die EuropĂ€ische Kommission verlangt von den USA angesichts der entstandenen Unklarheiten in der US-Zollpolitik, eine vereinbarte Zollobergrenze von 15 Prozent in jedem Fall nicht zu ĂŒberschreiten. EU-Produkte mĂŒssten von einer möglichst wettbewerbsfĂ€higen Behandlung profitieren, teilte die BrĂŒsseler Behörde mit. 

Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und US-PrĂ€sident Donald Trump darauf verstĂ€ndigt, dass fĂŒr die meisten EU-Importe in die USA ein maximaler Zoll nicht ĂŒberschritten werden soll. Das daraufhin mit den USA ausgearbeitete rechtlich bindende Abkommen muss noch vom EU-Parlament angenommen werden. 

EU-Kommission: «Ein Deal ist ein Deal» 

Nach einer Entscheidung des obersten US-Gerichtshofs gegen die Zollpolitik von Trump legte dieser mit einem neuen weltweiten Zollsatz nach - erst kĂŒndigte er 10, dann 15 Prozent an. Ob und wie dieses neue Vorhaben sich auf die Absprachen zur Zollobergrenze auf EU-Importe auswirken könnte, ist noch unklar. 

In der Mitteilung der EU-Kommission hieß es: «Ein Deal ist ein Deal.» Man verlange Klarheit ĂŒber die nĂ€chsten Schritte der Vereinigten Staaten nach dem jĂŒngsten Urteil des Obersten Gerichts. Die Kommission stehe in engem und stĂ€ndigem Kontakt mit der US-Regierung. Der EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte den Angaben nach am Samstag mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer und Handelsminister Howard Lutnick gesprochen.

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