Zollstreit, USA

Zollstreit zwischen EU und USA: Woche der Entscheidung?

Veröffentlicht am: 06.07.2025 um 15:34 Uhr | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump hatte der EU eine Zoll-Verhandlungsfrist bis zum 9. Juli gegeben. Wird es in den nÀchsten Tagen eine Einigung geben?

  • US-PrĂ€sident Trump will sich am Montag zu Zöllen Ă€ußern. (Archivbild) - Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa
    US-PrĂ€sident Trump will sich am Montag zu Zöllen Ă€ußern. (Archivbild) - Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa
  • Das Treffen von Kanzler Friedrich Merz mit US-PrĂ€sident Donald Trump im Weißen Haus verlief fĂŒr den CDU-Vorsitzenden ohne Eklat. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
    Das Treffen von Kanzler Friedrich Merz mit US-PrĂ€sident Donald Trump im Weißen Haus verlief fĂŒr den CDU-Vorsitzenden ohne Eklat. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
US-PrĂ€sident Trump will sich am Montag zu Zöllen Ă€ußern. (Archivbild) - Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa Das Treffen von Kanzler Friedrich Merz mit US-PrĂ€sident Donald Trump im Weißen Haus verlief fĂŒr den CDU-Vorsitzenden ohne Eklat. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa

Der Streit um Zölle zwischen der EU und den USA steht vor einer wichtigen Woche. US-PrĂ€sident Donald Trump kĂŒndigte an, dass er im Zoll-Kontext etwa zwölf Briefe an LĂ€nder verschicken will. Ob auch EU-Staaten darunter sind, ist unklar. Einzelheiten zu den Schreiben nannte Trump nicht – er will am Montag mehr darĂŒber berichten.

Und die Zeit drĂ€ngt: Ab dem 9. Juli könnten nach frĂŒheren Aussagen Trumps weitere Zölle bei Einfuhren aus der EU in Kraft treten – wenn die EU ihm in Handelsfragen nicht entgegenkommt. Trump hatte eine rund dreimonatige Verhandlungsfrist gesetzt. Der Ausgang ist offen.

Trump will mehr Produktion in den USA

Zuletzt hatte es erneut GesprĂ€che zwischen der USA und der EU gegeben. Trump begrĂŒndet seine Zollpolitik vor allem damit, dass er angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren will. Er will auch, dass mehr in den USA selbst produziert wird.

Ein möglicher Deal könnte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) einen bereits eingefĂŒhrten Basiszoll der USA weiter erlauben. FĂŒr einzelne Branchen – wie die Autoindustrie sowie die Pharma-, Chemie-, Stahl- und Aluminiumindustrie – mĂŒssten dann aber Sonderregelungen vereinbart werden. Auf Importe von Autos und Autoteilen sowie von Stahl und Aluminium hatte Trump besonders hohe Extrazölle von 25 beziehungsweise 50 Prozent erhoben.

Merz macht Druck 

Viele EU-Mitgliedstaaten halten das Risiko eines eskalierenden Handelsstreits fĂŒr schwerwiegender als potenziell etwas höhere Zölle. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte mehrfach eine schnelle Einigung gefordert. «Hier geht es nicht um ein fein ziseliertes, in allen Details ausverhandeltes, umfassendes Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Hier geht es jetzt um die schnelle Beilegung eines Zollstreits», sagte der CDU-Politiker jĂŒngst.

Anders sieht das etwa der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange. Er fordert, sich nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen. «Sorgfalt geht klar vor Geschwindigkeit», sagte der SPD-Politiker der dpa. Ein Deal nur um des Deals willen reiche nicht aus.

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